Erkennen, ob jemand gestresst ist

Runder Bauch durch Stress – deswegen lagert sich Fett bei toxischem Stress am Bauch ab

Mann ohne Hemd zeigt präsentiert seinen dicken Bauch.
+
Der Bauch eines Menschen verrät viel über dessen Stresslevel. Wie das zusammenhängt, erfahren Sie hier.

Sind wir gestresst, schüttet unser Körper Cortisol aus. Bleibt der Cortisol-Spiegel über einen langen Zeitraum hoch, so fängt unser Körper an, Fettdepots abzulagern – und das bevorzugt am Bauch.

Stress gilt heutzutage als die „Managerkrankheit“ und wird fast schon als etwas Heroisches betrachtet. Doch dauerhafter Stress ist ungesund und kann schlimmstenfalls zum Burnout, Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Bemerkbar macht sich der toxische Stress auch am Bauch, denn der wird im Gegensatz zum Rest des Körpers immer runder.

Lesen Sie auch: Frau überlebt Herzinfarkt: Diese wichtige Botschaft hat sie vor allem für Frauen.

Das macht Stress mit unserem Körper

Stehen wir vor einem Problem und sind unsicher, wie wir es lösen sollen, reagiert der Körper, indem er Stresshormone ausschüttet. Adrenalin flutet daraufhin unser Gehirn und lässt uns einfacher und schneller Informationen aufnehmen und verarbeiten. Dafür braucht das Gehirn sehr viel Energie, die unser Körper in Form von Glucose bereitstellt. Auch Cortisol wird von unserem Gehirn freigesetzt. Dieses entscheidet darüber, was wir lernen. Schaffen wir es anhand unserer gewählten Strategie das Problem zu lösen, geht der Cortisol-Spiegel runter und wir fühlen uns gut. Nachts schlafen wir tief und fest, während unser Gehirn die Problemlösungsstrategie abspeichert. Kurzfristiger Stress ist also durchaus etwas Gutes.

Scheitert unsere Strategie allerdings, bleibt der Cortisol-Spiegel hoch. Geht das Unsicherheitsgefühl über Jahre nicht weg, so spricht man von toxischem Stress. Das Gehirn hat dann dauerhaft einen hohen Energieverbrauch. Die benötigte Energie entnimmt das Gehirn dem Körper. Deshalb werden Menschen, die unter toxischem Stress leiden immer dünner. An Armen, Beinen und dem Po nehmen sie immer weiter ab. Nur der Bauch wird runder. Denn das ausgeschüttete Cortisol löst beim Menschen Heißhungerattacken aus, hemmt gleichzeitig den Stoffwechsel und regt den Körper dazu an, die aufgenommene Energie nicht zu verbrennen, sondern in Fettdepots abzulagern – bevorzugt am Bauch. Ob ein Mensch gestresst ist, kann man also oft an der Figur erkennen.

Was tun gegen Stress?

Oft stellt unser Beruf die Quelle von Stress dar. Doch nicht jeder kann das Problem bei der Wurzel packen und seinen Job einfach kündigen. Helfen kann in solchen Fällen beispielsweise Sport. Er kann zum Ventil für Stress werden. Auch Meditation und Yoga sind bewährte Wege, um Stress-Levels zu senken. Schlimmstenfalls kann ein Besuch beim Arzt Abhilfe schaffen. Dieser kann Antidepressiva, Schlafmittel oder Benzodiazepine, also Angstlöser verschreiben. (cw)

Auch interessant: Essen gegen Schlaganfall: Diese Lebensmittel beugen Hirnschlag vor.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.