Beckenbodentraining bei Stuhlinkontinenz

+
Spezielle Übungen können den Beckenboden stärken.

Starkes Übergwicht oder Schwangerschaften können die Beckenbodenmuskulatur schwächen, bis hin zur Stuhlinkontinenz. Doch hier kann regelmäßiges Beckenbodentraining helfen.

Bei einer Stuhlinkontinenz kann regelmäßiges Beckenbodentraining helfen. Darauf macht der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) aufmerksam. An Stuhlinkontinenz litten hierzulande etwa ein bis drei Prozent der Bevölkerung, erklärt BDI-Präsident Wolfgang Wesiack. “Das sind 800.000 Menschen!“ Betroffen seien alle Altersgruppen, die Häufigkeit nehme aber mit dem Alter stark zu.

Bei Beckenbodenschwäche Muskeln stärken

Eine der Ursachen für eine Stuhlinkontinenz sei Beckenbodenschwäche. “Es ist eine ganz gewöhnliche Alterserscheinung, dass die Muskelmasse mit den Jahren abnimmt. Das gilt auch für die Muskeln im Beckenboden- und Analbereich, wobei unter anderem auch die Fähigkeit nachlassen kann, den Schließmuskel ausreichend anzuspannen“, erläutert Wesiack. Auch starkes Übergewicht oder Schwangerschaften könnten die Beckenbodenmuskulatur und das Bindegewebe schwächen.

In solchen Fällen könnten spezielle Übungen sinnvoll sein, empfiehlt der Experte. Die Muskeln im Beckenbodenbereich könnten durch wiederholtes Anspannen und Entspannen schrittweise wieder aufgebaut und gestärkt werden. Niemand müsse sich für Inkontinenz zu schämen, betont Wesiack. “Schließlich handelt es sich hierbei um eines von vielen gesundheitlichen Problemen, die ärztlich behandelbar sind.“

dapd

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.