Bekommt man viereckige Augen vom Fernsehen?

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Zwar bekommt man keine viereckigen Augen, aber langes und nahes Sitzen vor einem Bildschirm kann Kurzsichtigkeit fördern, zu Kopfschmerzen führen sowie trockene und müde Augen hervorrufen.

Diesen Spruch hat man schon häufiger gehört, vor allem als Kind: Vom Fernsehen könne man viereckige Augen bekommen. Es klingt äußerst unwahrscheinlich, die Warnung ist aber nicht ganz unbegründet.

"Setz dich nicht so nah vor den Fernseher - du kriegst noch viereckige Augen!" Diese Warnung mag manch einer noch von seinen Eltern kennen oder auch heute an die eigenen Kinder aussprechen. Aber stimmt das eigentlich?

"Nein, natürlich werden die Augen nicht viereckig", sagt Rüdiger Schwartz von der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Trotzdem ist die Warnung nicht ganz unbegründet: "Alles, was in der Nähe stattfindet, fördert Kurzsichtigkeit", erklärt Schwartz.

Zwar ist Kurzsichtigkeit vor allem genetisch bedingt, aber nah vor Bildschirmen sitzen, bekommt den Augen langfristig nicht besonders gut. Und kurzfristig strengt es an. "Man kann Kopfweh, trockene und müde Augen bekommen", sagt Schwartz. "Kinder merken das noch nicht. Sie können auch Dinge scharf sehen, die zehn Zentimeter vor ihrem Auge sind."

Wieso von viereckig die Rede ist, kann Schwartz auch nicht mit Sicherheit sagen. Wahrscheinlich liegt es an der Form des Fernsehbildschirms.

dpa

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