Beratung bei Pflegebedarf

Auf die Rahmendaten eines Pflegestützpunktes verständigten sich jetzt der Werra-Meißner-Kreis und die Pflegekassen. Er soll in den nächsten Monaten seine Arbeit aufnehmen.

„Realistisch ist der 1. Mai“, sagt Fachbereichsleiterin Ilona Friedrich. Knackpunkt in den Gesprächen war der unbedingte Wunsch des Werra-Meißner-Kreises, sein Seniorenbüro in das Konzept einzubinden.

Diese Voraussetzung ist jetzt erfüllt. Die Verhandlungsführer der Pflegekassen seien zu dem Zugeständnis bereit, so Friedrich. Die Pflegestützpunkte in den 26 kreisfreien Städten und Landkreisen in Hessen gehen auf ein Bundesgesetz zurück und werden vom Land finanziert.

In Eschwege wird der Stützpunkt mit zwei Stellen ausgestattet und paritätisch besetzt mit Beschäftigten des Kreises und einer Pflegekasse, in diesem Fall der AOK. Das Seniorenbüro - zwei Mitarbeiterinnen teilen sich eineinhalb Stellen - und die langjährigen Erfahrungen damit gehen in dem Stützpunkt auf.

Zentrale Anlaufstelle im Büro oder zuhause

Das Angebot der neuen Einrichtung ist vielfältig und beginnt mit der Einzelfallberatung. „Die kann von einer einfachen Information bis zum langfristigen Fallmanagement reichen und muss in jedem Fall neutral sein“, erklärt Friedrich.

Pflegebedürftige und deren Angehörige finden eine Anlaufstelle. Der Pflegestützpunkt bietet Beratungsgespräche nicht nur in seinen Büros in Eschwege und Witzenhausen an, sondern auch bei den betroffenen Menschen und ihren Angehörigen. Weil im Werra-Meißner-Kreis grundsätzlich ambulante Pflegeangebote gegenüber den stationären bevorzugt werden, wird innerhalb des Stützpunktes über die Entwicklung neuer Strukturen nachgedacht werden. Wohnen und Pflege sollen sich ergänzen, Seniorenwohngemeinschaften eine Option sein.

Voraussetzung für altengerechtes Wohnen im ländlichen Raum ist aber immer die Infrastruktur. Senioren benötigen Einzelhandelsangebote, medizinische Versorgung und einiges mehr vor Ort. (Von Harald Sagawe)

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