Pflegestützpunkt in Kassel gleich zweimal

In Kassel werden demnächst zwei Pflegestützpunkte mit den gleichen Aufgaben nebeneinander arbeiten: einer für den Landkreis und einer für die Stadt Kassel.

Das Pflegeweiterentwicklungsgesetz schreibt die Einrichtung der Beratungsstellen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen bundesweit vor. In Hessen werden 26 Stützpunkte eröffnet, jeweils einer in allen Landkreisen und kreisfreien Städten.

In Kassel könnte ein gemeinsamer Stützpunkt von Stadt und Landkreis betrieben werden, tatsächlich gehen aber beide Seiten getrennte Wege. Der Plan, eine gemeinsame Stelle einzurichten, sei daran gescheitert, dass man keine geeigneten Räume gefunden habe, sagte Harald Kühlborn, Sprecher des Landkreises.

„Im vorderen Teil des Kasseler Kulturbahnhofs gab es eine Möglichkeit. Wir hätten dort aber umbauen müssen“, sagt Kühlborn. Ein Jahr lang habe man sich aber vergeblich um das Einverständnis der Deutschen Bahn bemüht, die die Räume vermietet.

Daraufhin einigten sich Stadt und Landkreis vorerst auf getrennte Beratungsstellen. Schließlich habe man die gesetzliche Vorgabe schnell umsetzen wollen, sagt Kühlborn. Der Stützpunkt des Landkreises wird seit dieser Woche im Südflügel des Kasseler Kulturbahnhofs betrieben.

In Kürze: Eigene Beratungsstelle in Kassel

In Kürze wird die Stadt Kassel an anderer Stelle einen eigenen Pflegestützpunkt eröffnen. Ratsuchenden aus der Großstadt soll vorerst auch im Stützpunkt des Landkreises geholfen werden. Wenn die Stadt ihre eigene Beratungsstelle eröffnet, werde man sie aber dorthin verweisen, sagt Kühlborn.

Die Option, die Beratungsstellen von Landkreis und Stadt zusammenzulegen, gebe es grundsätzlich aber immer noch. Die Stadt Kassel wollte sich auf Anfrage der HNA nicht zu dem Thema äußern. (Von Irene Habich)

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