Betriebliche Gesundheitsförderung: Mitarbeiter stärken – Ressourcen nutzen

Bewegung tut not : Ausgeglichene und gesunde Mitarbeiter sind leistungsfähiger am Arbeitsplatz und zufriedener im Unternehmen. Für Betriebe zahlt sich das doppelt aus. Foto: privat /nh

Gesundheitsprävention im Betrieb wird in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die Kosten durch häufige Krankheitsausfälle werden zu einem erheblichen Teil reduziert. Leistung und Produktivität der Mitarbeiter können so optimiert werden, wovon nicht nur die Mitarbeiter selbst profitieren, sondern durch eine höhere Produktivität auch der Betrieb.

„Langfristig trägt eine Stärkung der Gesundheit unter den Mitarbeitern zu einer höheren Zufriedenheit und damit zu einer geringeren Fluktuation bei“, sagt Petra Schildwächter, Sozialtherapeutin und Stressmanagementtrainerin. Die betriebliche Gesundheitsförderung bleibt eines der wichtigsten gesundheitspolitischen Ziele der Bundesregierung. Deshalb sind dafür erbrachte Leistungen des Arbeitgebers bis zu einem Betrag von 500 Euro im Jahr je Arbeitnehmer steuerfrei gestellt.

Dadurch sollen Arbeitgeber motiviert werden, ihren Beschäftigten Präventionsmaßnahmen anzubieten. Hierunter fallen insbesondere diejenigen Leistungen, die im Sozialgesetzbuch (SGB) Paragraph 20a SGB V als Leistungen der betrieblichen Gesundheitsförderung aufgeführt sind. Dazu gehören Angebote zur Vorbeugung und Reduzierung arbeitsbedingter Belastungen des Bewegungsapparates, eine gesundheitsgerechte betriebliche Gemeinschaftsverpflegung, Förderung individueller Fähigkeiten der Stressbewältigung am Arbeitsplatz und eine gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung.

Zuschüsse steuerfrei

Auch der Umgang mit Suchtmitteln im Betrieb gehört dazu, beispielsweise Maßnahmen wie „Rauchfrei im Betrieb“.

Unter die Steuerbefreiung fallen auch Zuschüsse, die der Arbeitgeber an seine Arbeitnehmer für die Teilnahme an externen Maßnahmen zahlt. Damit haben erstmals auch die Beschäftigten in kleineren oder mittleren Unternehmen die Chance, über externe Präventionsangebote die gleiche Gesundheitsförderung wie die Beschäftigten in Großunternehmen zu bekommen.

Die Bezuschussung von Mitgliedsbeiträgen an Sportvereine und Fitnessstudios ist jedoch nicht unter die Steuerbefreiung gestellt.

Krankheit vermindert die Arbeitskraft und verursacht dem Unternehmen enorme Kosten. Die Kosten sind um ein vielfaches höher als die Ausgaben für Prävention. (nh)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.