Musik und Kunst zum 135. Geburtstag der Kasseler Stadtbibliothek

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Stadtbibliothek Kassel: Elina Müller, Niana Kornatowski und Ebru Yagimli (von links) lernen und stöbern für eine Klausur.

Ein besonderer Tag für die Stadtbibliothek Kassel ist der 1. Juni 2011, denn genau an diesem Tag vor 135 Jahren wurde sie unter dem Namen „Volksbibliothek der Stadt Cassel“ gegründet. Daher lädt die Stadt kassel zu einer Festveranstaltung mit Kunst und Musik am Mittwoch, 1. Juni, ab18 Uhr in den Festsaal der Musikakademie (Eingang gegenüber Karlskirche, Eintritt drei Euro) ein.

Die Artothek der Stadtbibliothek wird eine Ausstellung unter dem Titel „Kunst natürlich“ eröffnen. Die Kunstwerke können bei der Ausstellung zum späteren Entleihen bestellt werden. Außerdem wird es einen großen Büchertisch geben mit der Möglichkeit der sofortigen Ausleihe. Im weiteren Programm singen und spielen Studierende der Musikakademie der Stadt Kassel aus den Klassen von Ruth Altrock (Gesang), Winfried Michel (Blockflöte), Jens Josef (Flöte) Klaus-Dieter Ammerbach (Fagott), Wolfram Geiß (Violoncello) und Gregor Hollmann (Cembalo).

Musikalisches Programm

Auf dem musikalischen Programm stehen das Quartett in d-moll von Georg Philipp Telemann für zwei Flöten, Fagott und Basso continuo (1. und 4. Satz, Andante und Allegro); die Sonate in d-moll von Domenico Scarlatti (Allegro) und die Kantante “Augellin vago e canoro” von Alessandro Scarlatti für Sopran, zwei Blockflöten und Basso continuo. Stiftungen Die Gründung der Stadtbibliothek geht zurück auf eine Stiftung von 2000 Thalern des kurhessischen Publizisten und Politikers Dr. Friedrich Oetker für die Gründung einer Bürgerbibliothek, die allen Schichten offenstehen sollte. Die Volksbibliothek der Stadt Cassel wurde dann am 1. Juni 1876 (im Jahr der Erfindung des Telefons von Graham Bell) in der städtischen Bürgertöchterschule in der Frankfurter Straße 11 bis 13 eröffnet.

Auch ein zweiter großer Entwicklungsschritt hat mit einer Stiftung zu tun, denn der 1927 verstorbene Landgerichtsdirektor Dr. Felix Aschrott vermachte der Stadt Kassel einen Teil seines Vermögens, um damit ein Wohlfahrtshaus mit einer Volkslesehalle nach amerikanischem Vorbild zu erbauen. Dies wurde 1955 realisiert, und in dem Haus in der Obersten Gasse 24 befand sich zunächst die Zentralbibliothek – heute ist dort die Jugendbücherei der Stadtbibliothek zuhause. Im Jahr ihres 135-jährigen Bestehens verfügt die Stadtbibliothek Kassel über fast 200.000 Medien und zählt pro Jahr rund 350.000 Besucherinnen und Besucher in ihren acht Standorten im Stadtgebiet.

Schwerpunktaufgaben sind unter anderem die Leseförderung für Kinder und Jugendliche, das Ermöglichen gesellschaftlicher Teilhabe für sprachliche Minderheiten, das Vermitteln von Medienkompetenz und ein kostengünstiges Informations- und Medienangebot. Immer wichtiger ist auch der Treffpunktcharakter der Bibliotheken. (nh)

Weitere Infos:www.stadtbibliothek-kassel.de

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