Fragen und Antworten: Männer dürfen sich öfter piksen lassen

Antworten zur Blutspende: Gesundheitstests sind inklusive

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Ist der Blutdruck okay? Auch das checken die Ärzte vor jeder Blutspende. 

Kassel. Sie haben sich den Termin der Blutspendeaktion bereits vorgemerkt? Dann finden Sie hier noch Antworten auf wichtige Fragen.

Ab Dienstag startet die Blutspendenaktion im Regierungspräsidium Kassel, Steinweg 6. Gespendet werden kann bis einschließlich Freitag. 

Wer darf Blut spenden?

Blut spenden dürfen alle gesunden Menschen zwischen 18 und 73 Jahren mit mindestens 50 Kilogramm Körpergewicht. Erstspender sollten nicht älter als 64 sein. Blut spenden kann, wer in den vergangenen vier Wochen keinen Infekt und keine Durchfallerkrankung sowie keinen operativen Eingriff hatte. Zwischen zwei Blutspenden sollten mindestens 56 Tage Abstand liegen. Männer dürfen in der Regel sechsmal, Frauen viermal im Jahr spenden.

Welche Ausschlusskriterien gibt es?

Wer in den vergangenen vier Wochen Kontakt zu einem Infektionskranken hatte, wer sich zwischen 1980 und 1996 länger als ein halbes Jahr in England aufgehalten hat, darf leider kein Blut spenden. Außerdem darf niemand spenden, der Gelbsucht oder Malaria hatte, beziehungsweise in einem Malariagebiet geboren oder aufgewachsen ist. Auch Frauen, die schwanger sind oder noch stillen, sollten nicht zur Blutspende gehen.

Vier Monate mit einer Blutspende aussetzen sollte man nach einer großen Operation oder Endoskopie, dem Stechen von Piercings, Ohrlöchern oder Tätowierungen, außerdem vier Wochen nach Antibiotika-Einnahme, Infekt, Durchfall, kleinerem operativen Eingriff oder größerer Zahnbehandlung.

Mal abgesehen davon, dass man mit der Blutspende etwas Gutes tut, welche Argumente sprechen noch dafür, zur Blutspende zu gehen?

Ein Gesundheits-Check ist Bestandteil der sogenannten Spendentauglichkeitsprüfung. Außerdem werden kostenlos die Blutgruppe und der Rhesus-Faktor bestimmt. Da auch der Hämoglobin-Wert kontrolliert wird, kann eine eventuelle Blutarmut entdeckt werden. Ebenso kann man feststellen, ob der Spender an Infektionskrankheiten leidet oder er zum Beispiel eine unentdeckte Leberentzündung durchgemacht hat. Auch Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen können bei einer solchen Untersuchung auffallen. Der Spender wird zudem benachrichtigt, wenn die Leberwerte auffällig sind oder ein Blutfaktor-Antikörper nachgewiesen wird, der bei Bluttransfusionen gefährliche Zwischenfälle verursachen kann. Für Spender werden die Kosten für eventuell nötige Bluttransfusionen auch dann bezahlt, wenn kein Kostenträger eintritt.

Gibt es Risiken für den Spender?

Durch die Kontrolle der Laborwerte und die Tauglichkeitsuntersuchung werden Risiken weitgehend ausgeschlossen. Schon bei geringsten Risiken werden die Spender im Zweifelsfall von der Blutspende zurückgestellt.

Bekommt man einen Blutspende-Ausweis?

Als erfolgreicher Erstspender erhält man nach etwa drei Wochen einen Blutspende-Ausweis zugeschickt. Darin finden sich alle Angaben zur Blutgruppe des Spenders und zum Rhesus-Faktor. Auch alle weiteren Blutspenden werden in diesem Dokument eingetragen. Den Blutspende-Ausweis sollte man übrigens stets bei sich tragen, weil er bei einem Unfall zusätzliche Sicherheit bedeutet. 

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