Schutz vor erneuter Corona-Infektion

Booster-Impfung nach Corona-Infektion: Ab wann sich Genesene impfen lassen dürfen

Für Menschen, die sich in den ersten vier Wochen nach ihrer Erstinfektion infizieren, kann die Zweitimpfung entfallen.
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Für Menschen, die sich in den ersten vier Wochen nach ihrer Erstinfektion infizieren, kann die Zweitimpfung entfallen. (Symbolfoto)

Viele, die vor oder trotz ihrer Impfung mit Corona erkrankt sind, fragen sich wie es nach der Infektion mit dem Impfen weitergeht. Das sind die Vorgaben des RKI.

Berlin – Sechs Monate zwischen Infektion und erneuter Impfung, das ist der Abstand den die Ständige Impfkommission (Stiko) all denen empfiehlt, die von einer Corona-Infektion genesen sind. Doch die nächste Impfung ist auch schon früher möglich und nach Informationen der Wissenschaft auch unbedingt sinnvoll.

Denn trotz erster Forschungsergebnisse, dass man nach einer Corona-Infektion in der Regel für mindestens sechs Monate vor einer erneuten Erkrankung geschützt sein sollte, deutet vieles darauf hin, dass man vor einer erneuten Ansteckung trotz überstandener Infektion nicht vollständig geschützt ist. Vor allem erste Forschungsergebnisse zur neuen Omikron-Variante des Virus deuten, wie viele Fachleute berichten, besonders auf das Risiko einer erneuten Ansteckung hin.

Frühester Zeitpunkt für Booster-Impfung nach Corona-Infektion: Vier Wochen nach Ende der Symptome

Generell empfiehlt die Stiko, egal ob sich jemand vor der ersten, zweiten oder der dritten Corona-Impfung infiziert hat, sechs Monate nach der Erkrankung mit der Impfung zu beginnen oder fortzufahren, die Möglichkeit besteht nach Angaben des RKI jedoch auch schon früher.

So sei eine Impfung frühestens jedoch „vier Wochen nach dem Ende der COVID-19-Symptome“ zu empfehlen, teilt das RKI auf seiner Website mit und weist sogar darauf hin, dass es in einem Sonderfall sogar schon vier Wochen nach Labordiagnose möglich ist: Dies gilt jedoch nur, wenn spezifische Antikörper im Blut nachweisbar sind.

Bei Corona-Infektion direkt nach erster Impfdosis kann zweite Impfung entfallen: Booster notwendig

Ein weiterer Sonderfall gilt für Menschen, die sich in den ersten vier Wochen nach ihrer ersten Impfung mit Corona infizieren: Für sie gilt, dass sie auf die zweite Dosis ihres Impfstoffs verzichten und direkt sechs Monate nach der Erkrankung die Booster-Impfung erhalten können. Liegen zwischen der ersten Impfung und der Infektion mehr als vier Wochen, ist vor der Booster-Impfung auch noch die zweite Impfdosis sechs Monate nach der Erkrankung notwendig.

Die Frage ob Genesene nach einem Impfdurchbruch (nach vollständiger Impfung) automatisch bei Genesung als geboostert gelten, hat das RKI auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunk ausdrücklich verneint. Unabhängig davon, wann die Infektion stattgefunden habe, werde eine Auffrischungsimpfung weiterhin empfohlen, zitiert die Nachrichtenseite BR.de eine Stellungnahme des RKI. (ska)

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