1. Startseite
  2. Gesundheit

Brain Freeze: Das Gehirn schützt sich damit selbst – gefährlich ist es laut Experte nicht

Erstellt:

Von: Carina Blumenroth

Kommentare

Ein Eis zu schnell gegessen und dann ist er da – stechender Kopfschmerz. Brain Freeze oder Gehirnfrost dient als Schutzmechanismus für das Gehirn.

Ein eiskaltes Getränk zu hastig trinken oder herzhaft von dem Eis abbeißen – gerade im Sommer an heißen Tagen ist die Verlockung groß, dies zu tun. Sinnvoll ist das aber nicht wirklich, denn als Konsequenz folgt meist ein stechender Kopfschmerz. Brain Freeze oder auch Gehirnfrost wird die Reaktion des Körpers auf die plötzliche Kälte im Mund auch genannt. Das Schmerzsignal wird zum Schutz des Gehirns ausgeschüttet – denn das Ziel ist es, dieses vor Kälte zu schützen. Aber ist das eigentlich gefährlich?

Ein gefrorenes Gehirn.
Brain Freeze: Wenn Sie zu schnell kalt trinken oder Eis essen, dann kann ein stechender Kopfschmerz auftreten. © Mike Kemp/Imago

Brain Freeze: Gehirn schützt sich durch Simulation

Das Gehirn ist eines der wichtigsten Organe des menschlichen Körpers, daher wird es auch besonders geschützt. Um diesen Schutz sicherzustellen, werden Menschen auch schon einmal ausgetrickst. Zum Beispiel mit dem Brain Freeze. An sich besitzt das Gehirn keine eigenen Schmerzrezeptoren – das bedeutet, immer wenn Kopfschmerzen auftauchen, dann ist das eigentlich eine Simulation des Gehirns. Im Falle von Brain Freeze ist das ein Schutz vor Kälte. Ganz konkret reagieren die Blutgefäße auf die plötzliche Kälte, erst werden diese verengt und dann erweitert. Dies ist eine Folge der Reizung der Nerven in der Mundregion.

Die Blutgefäße ziehen sich erst zusammen, weil ein Verlust der Körpertemperatur verhindert werden soll. Gleichzeitig wird mehr Blut in das Gehirn gepumpt, um die Kälte auszugleichen. Durch diesen erhöhten Blutfluss wird der Druck in den Gefäßen erhöht –das zeigt sich mit einem stechenden Kopfschmerz oder auch Brain Freeze.

Der Brain Freeze hält meistens nur ein paar Sekunden an, dann ist wieder ausreichend warmes Blut im Gehirn angekommen und der Kopfschmerz lässt nach. Wirklich gefährlich ist dieser Schmerz für die Menschen nicht, wie ein Neurowissenschaftler gegenüber Deutschlandfunk Nova bestätigt.

Brain Freeze: Mit diesen Tricks vermeiden Sie den stechenden Kopfschmerz

Wenn Sie sich vor Brain Freeze schützen möchten, dann müssen Sie keinesfalls auf Eis verzichten. Mit einem einfachen Trick können Sie Ihr Dessert ohne Schmerzen genießen: Wenn Sie Eis mit einem Löffel essen, dann achten Sie darauf, dass das Eis nicht direkt den Gaumen berührt. Schlucken Sie das Eis auch nicht direkt herunter, sondern lassen Sie dieses ein bisschen von der Zunge anwärmen. Bei kalten Getränken können Sie beispielsweise auf Eiswürfel verzichten. Übrigens: Auch zu wenig Schlaf kann sich auf das Gehirn auswirken – bei Kindern kann Schlafmangel sogar Depressionen und Ängste auslösen.

Brain Freeze: Das können Sie dagegen tun

Nehmen Sie kleine Portionen zu sich, das kann Brain Freeze verhindern Essen bzw. trinken Sie langsam. Sollten Sie doch unter Brain Freeze leiden, dann entfernen Sie die Kälte aus ihrem Mund und pressen Sie die Zunge gegen den Gaumen. Eine Schmerztablette ist nicht nötig, da der Schmerz viel schneller abklingt, als die Tablette wirken würde.

Auch interessant

Kommentare