Jährlich erkranken 50.000 Frauen – 20.000 sterben, weil Tumore zu spät erkannt werden

Brustkrebs früh erkennen – fast eine Lebensversicherung

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Mammographie-Untersuchungen werden jetzt zur Früherkennung eingesetzt und nicht mehr nur bei begründetem Verdacht durchgeführt.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jährlich erkranken rund 50.000 Frauen neu an Brustkrebs. Mit 20.000 Frauen pro Jahr ist auch die Sterberate an Brustkrebs hoch.

Neu ist jetzt die Erweiterung der Untersuchungsmöglichkeiten, um die Krebserkrankung frühzeitig zu erkennen. Die Früherkennung erlaubt die Diagnosestellung noch bevor die Krankheit gestreut hat und oft noch bevor ein Knoten in der Brust tastbar ist. Mit dieser Zielsetzung wird jetzt Frauen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr eine Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie) angeboten.

Es handelt sich dabei um ein Programm zur Früherkennung von Brustkrebs mit Hilfe der Röntgenuntersuchung. Von besonderem Vorteil ist der Einsatz der sogenannten digitalen Mammographie. Mit dieser Technik kann eine Nachbearbeitung der Bilder erfolgen und es können bestimmte Strukturen in besonderer Weise dargestellt werden.

Sterblichkeit kann erheblich gesenkt werden

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In internationalen Studien konnte gezeigt werden, dass die Sterblichkeit an Brustkrebs für Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren deutlich gesenkt werden kann, wenn Frauen an dem Programm der Röntgenuntersuchung der Brustdrüse teilnehmen. Hierzu werden die Frauen entsprechenden Alters im Abstand von zwei Jahren persönlich eingeladen. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos. Das Untersuchungsprogramm tritt jetzt flächendeckend in Kraft.

Bisher wurden Mammographien nur bei einem konkreten Verdacht auf Brustkrebs veranlasst und von den Krankenkassen bezahlt. Die jetzt neu zur Verfügung stehenden Reihenuntersuchungen stellen eine deutliche Verbesserung der Versorgung dar. Ergänzend zur Früherkennung von Brustkrebs führt die Röntgenuntersuchung der Brustdrüse im Rahmen der erweiterten Untersuchungsmöglichkeiten auch zur Darstellung von Vorstufen von Brustkrebs.

Brusterhaltung steht im Vordergrund

Insbesondere bei Vorstufen von Brustkrebs und bei kleinen Krebsknoten ist die brusterhaltende Behandlung heute Standard. Die brusterhaltende Operation wird ergänzt durch eine Strahlentherapie. Damit wurde das über viele Jahre praktizierte Standardverfahren der Brustamputation durch die brusterhaltende Therapie abgelöst.

Bei unklaren Röntgenbefunden kann als ergänzende bildgebende Methode die Ultraschalldiagnostik weiterhin helfen. In besonderen Fällen wird eine Kernspinuntersuchung der Brust durchgeführt. Mit Hilfe der genannten Methoden ist eine sehr genaue Lokalisierung von Veränderungen innerhalb der Brustdrüse möglich. Durch neue Punktionstechniken können heute ambulant und ohne Narkose kleinste Gewebeareale gewonnen und zur Untersuchung eingeschickt werden. Auf diese Weise ist dann eine individuelle Planung der weiteren Behandlung möglich.

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