Burnout: Nicht nur Berufsleben schuld

+
Burnout kann viele Ursachen haben.

Berlin - Ein Burnout-Syndrom hat verschiedene Ursachen und kann nicht nur am Arbeitsleben festgemacht werden. Welche anderen Auslöser für die Enstehung der Beschwerden in Frage kommen:

“Das 'Ausgebranntsein' ist im Grunde nur das Symptom einer zugrundeliegenden Erkrankung oder Störung. Darunter können sich unterschiedliche ernstzunehmende psychische Erkrankungen wie eine Depression, eine Sucht- oder eine Angststörung verbergen“, erklärt Frank Bergmann vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN). Äußere Faktoren im Job wie Zeit- und Leistungsdruck, Überforderung oder mangelnde Wertschätzung begünstigten zwar die Entstehung von Erkrankungen, seien in der Regel aber nicht alleine die Ursache.

Fit im Büro - Tipps für die Gesundheit

Fit im Büro - Tipps für die Gesundheit

Es sei wichtig zu unterscheiden, ob das Burnout eine Stressreaktion auf ungünstige Konstellationen und Verhaltensweisen im Berufsleben sei oder Ausdruck einer psychischen Erkrankung, betonte Bergmann. Auch organische Störungen könnten die Symptome eines Burnouts hervorrufen, dazu zählten Eisenmangel, eine Schilddrüsen- oder eine Nebennierenunterfunktion sowie ein Schlaf-Apnoe-Syndrom.

Der tatsächlichen Ursache eines Burnouts müsse auf den Grund gegangen werden: “Gelingt es Betroffenen nicht, sich durch ausgleichende Tätigkeiten wie Sport oder Entspannungsmethoden ausreichend zu entlasten und ein ausbalanciertes, zufriedenes Leben zu führen, sollten sie bei Burnout-Beschwerden unbedingt ein Psychiater oder Nervenarzt zu Rate ziehen“, empfiehlt Bergmann.

dapd

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.