Stiftung Warentest

Cerealien und Fertigsoßen sind wahre Zuckerbomben

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Viele Lebensmittel enthalten Zucker. Verbraucher ahnen das oft nicht. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Frühstücks-Cerealien, Joghurt, Fertigsoßen: In diesen Produkten steckt mehr Zucker, als viele denken. Die Stiftung Warentest präsentiert die Zuckerbomben - und zeigt, wie man sie entschärfen kann.

Berlin (dpa/tmn) - Von manch einer Packung Frühstücks-Cerealien lächelt eine lustige Comicfigur. Gerade diese Kinder ansprechenden Produkte enthalten jedoch große Mengen Zucker, warnt die Stiftung Warentest in ihrer aktuellen Zeitschrift "test" (Ausgabe 5/2017).

Ein untersuchtes Produkt etwa besteht zu 43 Prozent aus zugesetztem Zucker. Mit einer 60-Gramm-Portion vertilgt ein Kind acht Zuckerwürfel. Bei einem Grundschüler ist das mehr, als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für den ganzen Tag empfiehlt. Die bessere Alternative: selbst gemischtes Müsli aus Haferflocken und Trockenfrüchten. Auch die liefern eine gewisse Süße.

Auch Milchprodukte wie Joghurt kommen häufig nicht ohne zugesetzten Zucker aus. Die Tester untersuchten 15 Milchprodukte, von denen viele pro Becher vier Stück Würfelzucker enthielten. Den natürlichen Zucker aus der Milch und den Früchten rechneten sie dabei heraus. Eine gute Alternative seien Natur-Joghurts. Wer sie süßen möchte, nimmt Obst oder einen Teelöffel Marmelade.

Aufpassen sollte, wer sich bewusst ernähren möchte, zudem bei Fertigsoßen. Einige Barbecue-Soßen, die die Tester kauften, kommen auf drei Stück Würfelzucker pro Esslöffel Soße. Bei Ketchup sind es immerhin noch eineinhalb Würfel. Wer auf die fertigen Dips nicht verzichten will, sollte sie strecken, raten die Tester - etwa mit Naturjoghurt oder passierten Tomaten.

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