Plastische Chirurgen stimmen EU-Verordnung zu

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Prof. Ernst Magnus Noah, Chefarzt der Klinik für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie im Roten Kreuz Krankenhaus in Kassel.

Brustimplantate sollen in der EU hochwertiger und damit sicherer werden. Das EU-Parlament in Straßburg hat entsprechende Verordnungsentwürfe für sogenannte Medizinprodukte am gestrigen Dienstag verabschiedet. Die EU reagiert damit auf jüngste Skandale wie den um den französischen Hersteller PIP.

Dieser hatte weltweit hunderttausende gesundheitsschädliche Brustimplantate aus billigem Industriesilikon verkauft. Medizinprodukte sollen künftig von der EU-Arzneimittelbehörde in London beaufsichtigt werden. Damit will die EU erreichen, dass künftig nur noch Kontrollstellen mit ausreichender Fachkompetenz eine Zulassung für die Zertifizierung hochriskanter Medizinprodukte erhalten.

Erleichtert reagierte der Chefarzt der Klinik für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie im Roten Kreuz Krankenhaus in Kassel, Prof. Ernst Magnus Noah, auf die Meldung. „Obwohl die Implantate der Firma PIP in Deutschland wenig genutzt wurden, setzt das EU-Parlament ein deutliches Zeichen Richtung Verbraucherschutz und Sicherheit. Wir erleichtern unseren Patientinnen die Rückverfolgbarkeit des eingesetzten Implantats durch einen Patientenpass. Hier werden alle relevanten Informationen zu Operation und zum verwendeten Material eingetragen“.

Empfehlungen des Experten Prof. Noah an Frauen, die eine Brustoperation planen:

Keine vorschnelle Entscheidung für einen Eingriff
Nicht blenden lassen von vermeintlichen günstigen, risikoarmen und operationslosen Eingriffen.
Langfristige Studien und Erfahrungen mit den Materialien erfragen.
Überprüfung der verschiedenen Möglichkeiten des Brustaufbaus anhand der individuellen Situation – gemeinsam mit dem Facharzt.

(Rotes Kreuz Krankenhaus Kassel/nh)

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