Heimliche Epidemie

Chlamydien-Infektionen: junge Frauen betroffen

Fachleute bezeichnen sie als heimliche Epidemie: Die Chlamydien-Infektion ist die häufigste sexuell übertragbare Krankheit in Europa. So schätzt die europäische Gesundheitsbehörde die Zahl der infizierten Frauen und Männer in Europa auf 2,5 Millionen.

Die Dunkelziffer dürfte größer sein, denn in vielen Ländern sind die Infektionen (außer Infektionen mit C. psittaci) nicht meldepflichtig. Meistens infizieren sich junge Menschen.

Die Probleme bei dieser Infektion seien nicht die akuten Krankheitszeichen, sondern vielmehr die drohende Langzeitfolge Unfruchtbarkeit, warnt der Vorsitzende des Berufsverbandes der Frauenärzte in Rheinland-Pfalz, Dr. Werner Harlfinger. Nur jede vierte positiv getestete Frau habe Symptome wie Brennen beim Wasserlassen, Druckgefühl in der Blase, diffuse Unterleibsschmerzen oder leichten vaginalen Ausfluss bemerkt.

Die wichtigsten Risikofaktoren für eine Infektion sind wechselnde Sexualpartner und ungeschützter Verkehr. Mädchen und Frauen unter 25 Jahren haben die Möglichkeit, einmal pro Jahr einen Früherkennungstest auf Chlamydien machen zu lassen, der von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird.

Akute Infektionen können - unter Einbeziehung des Sexualpartners - erfolgreich mit Antibiotika behandelt werden. (hei)

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