Die eigenen Kräfte aktivieren

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Zuversichtlich in die Zukunft sehen: Positive Glaubenssätze können bei einer Krebserkrankung den Heilungsprozess unterstützen.

Die Diagnose Krebs geht meist mit großen Ängsten einher - können moderne medizinische Therapien die Krankheit besiegen oder ist es bereits ein Todesurteil? Bei Betroffenen überwiegen oft negative Gedanken, die jedoch den Heilungsprozess verlangsamen können.

Positive Glaubenssätze spielen daher bei der Krebstherapie eine wichtige Rolle. Claudia Landolt ist Heilpraktikerin für Psychotherapie aus Harleshausen. Sie hat sich auf die mentale Begleitung von Krebspatienten spezialisiert und unsere Leser während der Telefonsprechstunde beraten.

Ich bin weiblich, 43 Jahre alt und hatte ein Mammakarzinom, das mir im April operativ entfernt wurde. Die Prognose der Ärzte ist sehr gut, allerdings fällt es mir schwer, diese positive Nachricht zu verinnerlichen. Ich habe das Gefühl, dass noch immer eine dunkle Wolke über mir schwebt und ich nicht positiv in die Zukunft sehe. Können Sie mir helfen? 

CLAUDIA LANDOLT: Ihre Beschreibungen decken sich mit den Erfahrungen, die ich in meiner Praxis mache. Durch neue Forschungen weiß man, dass zirka 40 Prozent der Krebspatienten durch die Diagnose oder die Behandlung ein Trauma erleben. Des Weiteren können unbewusste Glaubenssätze die Patienten belasten und dazu führen, dass sie trotz guter medizinischer Prognose depressiv sind. Hier setzt meine Power- to-Live-Methode an. In den individuellen Einzelcoachings lösen wir vorhandene Traumata auf und machen unbewusste, einschränkende Glaubenssätze ausfindig, um sie durch gesundheitsfördernde zu ersetzen. Bei der anschließenden Hypnotherapie und den Visualisierungstechniken arbeiten wir sowohl mit dem Bewusstsein als auch mit dem Unterbewusstsein, so dass wir den größtmöglichen Erfolg erlangen. So werden Sie wieder zu mehr Mut, Stärke und Lebensfreude finden. 

Ich bin männlich, 63 Jahre alt und bei mir wurde Prostatakrebs diagnostiziert. Die Operation ist gut verlaufen, die Chemotherapie liegt allerdings noch vor mir. Kann mir Ihre Methode helfen? 

LANDOLT: Ja, auch hier greift die Methode. Denn wenn ich mir als Betroffener vorstelle, dass mir eine Chemotherapie mehr schadet als nutzt, dann hat das tatsächlich auch diese Auswirkung, weil durch diese negativen Gefühle im Organismus Stress entsteht. Wenn ich stattdessen eine positive innere Einstellung habe und mir vorstelle, der „Zaubersaft“ fließt genau dahin, wo er benötigt wird, er- fahre ich die Chemotherapie ganz anders. So wird die Hoffnungslosigkeit in Zuversicht umgewandelt, die den Heilungsprozess spürbar verbessern kann. Ich erlebe es immer wieder, dass Patienten, die die Visualisierungstechnik und die speziellen Hypnosen nutzen, wesentlich weniger Nebenwirkungen und Schmerzen haben als andere Patienten. 

Ich bin weiblich, 59 Jahre alt und habe im vergangen Jahr die Diagnose Hautkrebs bekommen. Die Operation ist gut verlaufen und ich komme auch gut zurecht. Kommt für mich die Methode trotzdem in Frage oder kann ich präventiv etwas für mich tun, damit der Krebs nicht wiederkommt? 

LANDOLT: Der Einstieg in die Power-to-Live-Methode ist je- derzeit möglich, sowohl direkt nach der Diagnose, wäh- rend der medizinischen Behandlung und auch im Anschluss als Präventivmaßnahme. Wichtig in jeder dieser Phasen ist es, das Immunsysem zu stärken. Sorgen Sie dafür, dass Sie jeden Tag etwas Gutes für sich tun. Setzen Sie sich dabei kleine machbare Ziele und erleben Sie die positiven Momente bewusst und lachen Sie viel, denn positive Gefühle, Freude und Lachen erhöhen die Abwehrzellen im Organismus. 

Ich bin männlich, 63 Jahre alt und meine Frau ist an Krebs erkrankt. Kann auch ich von der Methode profitieren? 

LANDOLT: Das Power-to-Live- Training ist speziell auf Menschen mit Krebserkrankungen zugeschnitten. Die Angehörigen von erkrankten Menschen werden von mir in speziellen Einzelsitzungen betreut.

Von Sandra Köhler

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