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Booster-Impfung: Sport, Alkohol und Co. – Was Sie nach dem Impftermin beachten müssen

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Von: Sarah Neumeyer

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Kurz vor Weihnachten bekommen viele Menschen die Booster-Impfung gegen Corona. Darf man nach der Impfung Alkohol trinken?
Kurz vor Weihnachten bekommen viele Menschen die Booster-Impfung gegen Corona. Darf man nach der Impfung Alkohol trinken? © Christoph Schmidt/dpa

Die Zahl der Booster-Impfungen in Deutschland steigt. Worauf man nach der Corona-Auffrischungsimpfung achten sollte.

Kassel - Immer mehr Menschen in Deutschland bekommen die dritte Corona-Impfung. Zu einer Booster-Impfung wird vor allem im Hinblick auf die sich ausbreitende Omikron-Variante geraten.

Angesichts des dritten Impftermins kommen jedoch einige Fragen auf. Wie sollte man sich nach der Auffrischungsimpfung verhalten? Darf man nach der Impfung Schmerzmittel nehmen? Und wie lange sollte man auf Sport und Alkohol verzichten?

Corona: Wie man sich nach der Booster-Impfung verhalten sollte?

Generell sollte man den Körper nach der Corona-Impfung etwas schonen, heißt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Das gilt unabhängig davon, ob es sich um eine Erst-, Zweit- oder Booster-Impfung handelt.

Dazu rät auch der Vorsitzende des Bremer Hausärzteverbandes Hans-Michael Mühlenfeld gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. „Grundsätzlich ist es ja so, dass, wenn ich eine Impfung habe und möchte, dass mein Körper da vernünftig drauf reagiert, dann würde ich besondere Belastungen für den Körper vermeiden“, so der Hausarzt.

Sport nach der Booster-Impfung? Darauf sollten Sie achten

Sollte nach der Impfung demnach ganz auf Sport verzichtet werden? „In den ersten Tagen nach der Impfung sollten außergewöhnliche körperliche Belastungen und Leistungssport vermieden werden“, heißt es im Aufklärungsbogen zur Corona-Schutzimpfung. Auch laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind besondere Belastungen unmittelbar nach der Impfung nicht zu empfehlen.

Gänzlich auf Bewegung verzichten muss man nach der Corona-Impfung jedoch nicht. „Es spricht nichts gegen eine leichte körperliche Belastung nach einer Impfung“, so die BZgA. Übertreiben sollte man es jedoch trotzdem nicht. „Denn bei starker körperlicher Belastung kann es vorkommen, dass eine Impfreaktion – zum Beispiel Schmerzen an der Einstichstelle – verstärkt wird“, warnt die Bundeszentrale. Impfreaktionen treten laut dem RKI in der Regel kurz nach der Impfung auf und klingen innerhalb weniger Tage ab.

Booster-Impfung gegen Corona? Dürfen Schmerzmittel eingenommen werden?

Die häufigsten Impfreaktionen nach der Booster-Impfung sind Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Schüttelfrost. Der Griff zu einem schmerzlindernden Medikament liegt dann nahe, doch dürfen Schmerzmittel nach der Booster-Impfung eingenommen werden?

Laut dem Aufklärungsmerkblatt zur Corona-Schutzimpfung können nach der Impfung schmerzlindernde und fiebersenkende Medikamente eingenommen werden. Eine ärztliche Beratung wird jedoch empfohlen. „Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und einem der zugelassenen Impfstoffe sind nach jetzigem Kenntnisstand nicht bekannt“, teilt das Bundesministerium für Gesundheit mit.

Corona-Auffrischungsimpfung: Nach dem Booster auf übermäßigen Alkoholkonsum verzichten

Auch Alkohol hat grundsätzlich keinen großen Einfluss auf den Immunschutz, erklärt die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek. Trotzdem rät sie, auf übermäßigen Alkoholkonsum zu verzichten. „Große Mengen Alkohol sind schließlich Gift für den Körper. Und wenn der Körper nach einer Impfung mit der Immunabwehr beschäftigt ist, sollte man ihn nicht auch noch mit Giftstoffen belasten“, so die Virologin.

Eine offizielle Verhaltensempfehlung zum Alkoholkonsum vor oder nach der Corona-Impfung gibt es laut der BZgA nicht. Doch auch die Bundeszentrale rät dazu, den Alkoholkonsum einzuschränken. „Besonders starker Alkoholkonsum kann die Immunantwort bei Infektionen einschränken und bei Impfungen möglicherweise auch die Verträglichkeit und Wirksamkeit der Impfung beeinflussen“, heißt es. (Sarah Neumeyer)

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