Pandemie

Tipps von Experten: Regelmäßiges Stoßlüften hilft gegen Coronaviren

Die Gefahr einer Corona-Infektion steigt in geschlossenen Räumen enorm. Die Experten von Öko-Test geben daher Tipps zum richtigen Lüften. 

  • In geschlossenen Räumen sollte wegen Corona regelmäßig gelüftet werden.
  • Experten von Öko-Test geben sechs Tipps.
  • Auch im Test: Luftfilter.

Kassel - Coronaviren verbreiten sich nach aktuellen Erkenntnissen in erster Linie über Aerosole. Dabei handelt es sich um winzig kleine Feuchtigkeitspartikel, die beim Atmen und Sprechen in der Luft verteilt werden. An den Aerosolen können Coronaviren hängen und so durch die Luft verbreitet werden. Daher sollte man in geschlossenen Räumen gründlich lüften. Ansonsten steigt das Risiko einer Corona-Infektion. Die Experten von Öko-Test empfehlen sieben Tipps.

Richtig lüften während Corona: Öko-Test empfiehlt sechs Tipps

Tipp 1: Stoßlüften hilft gegen Coronaviren. Öffnen Sie die Fenster ganz und möglichst auch eine Tür. Ein optimaler Luftaustausch benötigt richtigen Durchzug. Gekippte Fenster alleine bringen nicht den gewünschten Erfolg. Denn als Faustregel gilt: Je weniger Frischluft sich im Raum befindet, desto höher ist die Aerosol-Konzentration und damit potenziell die Zahl der Corona-Erreger.

Tipp 2: Sie sollten regelmäßig lüften. Öffnen Sie die Fenster jede Stunde für mindestens drei Minuten. In Schul- und Besprechungsräumen sollte mindestens alle 20 Minuten gelüftet werden.

Tipp 3: Stoßlüften, wenn jemand niest oder hustet. So kann eine Ansteckung mit dem Coronavirus laut Experten des Umweltbundesamtes vermieden werden.

Tipp 4: Wer Sport in geschlossenen Räumen treibt, sollte die Fenster fünfmal pro Stunde öffnen und für frische Luft sorgen. Der Grund: Beim Sport ist die Atemfrequenz schon bei geringer Intensität erhöht - und zwar deutlich. Deswegen ist die ausgeatmete Menge an Aerosolen höher. Somit steigt die Wahrscheinlichkeit einer Corona-Infektion.

Corona: Wer oft lüftet, sollte sich warm anziehen

Tipp 5: Ziehen Sie sich warm an. Das ständige Lüften führt zwangsläufig zu kalten Raumtemperaturen. Zwar führt Kälte nicht zu Erkältungen, da die Krankheiten von Viren verursacht werden. Kämpft der Körper aber bereits gegen einen Krankheitserreger wie Coronaviren, kann die Kälte einen Infekt begünstigen. Also: Ziehen Sie sich einen zweiten Pulli, Mütze und Schal an. Auch eine Wärmflasche auf dem Schoß hilft.

Tipp 6: Die Alternative zum Lüften heißt: Luftfilter. Die mobilen Raumluftreiniger filtern infektiöse Aerosole mit Coronaviren aus der Raumluft. So wird die Aerosolkonzentration in geschlossenen Räumen reduziert und das Risiko einer Corona-Infektion sinkt. Allerdings sind nicht alle Geräte effizient. Einige Luftfilter wälzen nur die Luft um. Verbraucher benötigen laut Öko-Test ein Anlage mit einem sogenannten Hochleistungsschwebstofffilter (HEPA-Filter) der Klasse H13 oder H14 nach EU-Norm EN 1822-1. Laut einer aktuellen Studie der Goethe-Universität Frankfurt sind Luftreiniger in der Lage, die Aerosol-Konzentration in einem Klassenzimmer innerhalb von 30 Minuten um 90 Prozent zu senken. Die getesteten Geräte, die jeweils ungefähr 150 Euro kosten, hatten einen H13-Filter. (Jan Wendt)

Rubriklistenbild: © Panthermedia

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