Kreuzimpfung

Corona-Impfung: Erst Astrazeneca, dann Biontech? Studie zu Wirksamkeit und Nebenwirkungen

Eine Studie aus Spanien zeigt, dass die Kombination der Impfstoffe von Biontech und Astrazeneca eine deutliche Auswirkung auf die Wirksamkeit der Corona-Impfung hat.

Kassel – Mittlerweile wird auch in Deutschland eine sogenannte „Kreuzimpfung“, also eine Corona-Impfung bestehend aus zwei Impfstoffen, angeboten. Neuen Studiendaten aus Spanien zufolge sei eine solche Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin gefolgt von dem Impfstoff von Biontech sicher und hochwirksam.*

Wie das Nachrichtenportal Zeit Online berichtet, ist das Antikörperniveau bei der zweiten Dosis mit dem Biontech-Mittel „zwischen 30- und 40-mal höher“ als bei einer Kontrollgruppe, welcher lediglich nur eine Dosis Astrazeneca injiziert wurde. Vorläufige Ergebnisse der „Combivacs“-Studie des spanischen Gesundheitsinstituts „Carlos III“ zeigten zudem, dass eine Kombination der beiden Corona-Impfstoffe die Wirksamkeit deutlich verstärkt. So soll das Niveau neutralisierender Antikörper nach der Biontech-Dosis um mehr als das Siebenfache gestiegen sein, während eine zweite Astrazeneca-Dosis „nur“ für eine Verdoppelung der Antikörper sorgt, heißt es darin.

Corona-Impfung mit verschiedenen Impfstoffen: Probanden hatten wenig Nebenwirkungen

Die Impfung gegen das Coronavirus mit dem Astrazeneca-Impfstoff wurde aufgrund eines erhöhten Thromboserisikos in vielen Ländern für bestimmte Personengruppen zwischenzeitlich ausgesetzt, die Priorität für das britisch-schwedische Vakzin wurde inzwischen gänzlich aufgehoben. Personen, die bereits eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhielten, wurde nahegelegt, einen mRNA-Impfstoff wie Biontech oder Moderna für die Zweitimpfung zu wählen.

Erst Astrazeneca, dann Biontech: Bislang war die Datenlage bezüglich einer Corona-Kreuzimpfung unklar. Eine neue Studie macht jedoch Hoffnung. (Symbolfoto)

Biontech und Astrazeneca: Neue Daten zur Wirksamkeit der Corona-Kreuzimpfung

Daten zur Wirksamkeit einer solchen Kreuzimpfung gab es bisher allerdings kaum. Im Mai hatte die Oxford University erste Studienergebnisse zur Corona-Kreuzimpfung veröffentlicht, wonach Menschen, die zwei unterschiedliche Impfstoffe erhielten, häufiger über Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder auch Schüttelfrost berichteten. Zuvor hatten sich auch mehrere Covid-Experten zu dem möglichen Astrazeneca-Biontech-Mix geäußert.

Nur 1,7 Prozent der Teilnehmer der spanischen Studie sollen hingegen über Nebenwirkungen wie Kopf- und Muskelschmerzen sowie ein allgemeines Unwohlsein klagen, berichtet Zeit Online weiter. Dies seien jedoch „keine Symptome, die als schwerwiegend angesehen werden können“, sagt Magdalena Campins, eine der Studienleiterinnen. Rund 679 Freiwillige im Alter von 18 bis 59 Jahren nahmen an der Untersuchung teil, die als Erstimpfung das Vakzin von Astrazeneca bekommen hatten. Davon erhielten knapp 450 Probanden eine Biontech-Zweitimpfung. (Nail Akkoyun) *24hamburg.de und ruhr24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Basilio H. Sepe/Imago Images

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