Kreuzimpfung

Corona-Impfung: Erst Astrazeneca, dann Biontech? Neue Erkenntnisse von Studie verblüffen

Eine aktuelle Studie der Universität Oxford informiert über neue Ergebnisse zur Wirksamkeit von gekreuzten Corona-Impfungen mit Astrazeneca und Biontech.

Update vom Dienstag, 29.06.2021, 17.15 Uhr: Eine aktuelle Studie der Oxford University hat neue Ergebnisse zu Corona-Kreuzimpfungen mit den Wirkstoffen von Biontech/Pfizer und Astrazeneca* veröffentlicht. Demnach spiele die Reihenfolge der Vakzine beim Impfschutz keine große Rolle, denn es würde eine Menge von Antikörpern gegen das Spike-Protein des Virus gebildet - das berichtet auch fr.de.

Die Forschenden untersuchten einen Impfabstand von vier Wochen und testeten unterschiedliche Impfstoff-Kombinationen: Astrazeneca und Biontech/Pfizer jeweils als Erst- und Zweitimpfung sowie Kreuzimpfungen aus dem Vektor und dem mRNA-Vakzin. Doch es konnten auch Unterschiede in der Impfreihenfolge beobachtet werden. Wurde zuerst „Vaxzevria“ von Astrazeneca und anschließend „Comirnaty“ von Biontech/Pfizer verimpft, habe der Körper mehr T-Zellen gebildet und somit eine effektivere Immunantwort hervorgerufen. Jedoch bewirke eine kombinierte Impfung eine höhere Antikörper-Produktion, als zwei Astrazeneca-Impfungen.

Kombi von Biontech und Astrazeneca: Spanische Studie klärt über Corona-Impfungen auf

Erstmeldung vom Mittwoch, 19.05.2021, 12.27 Uhr: Kassel – Mittlerweile wird auch in Deutschland eine sogenannte „Kreuzimpfung“, also eine Corona-Impfung bestehend aus zwei Impfstoffen, angeboten. Neuen Studiendaten aus Spanien zufolge sei eine solche Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin gefolgt von dem Impfstoff von Biontech sicher und hochwirksam.*

Wie das Nachrichtenportal Zeit Online berichtet, ist das Antikörperniveau bei der zweiten Dosis mit dem Biontech-Mittel „zwischen 30- und 40-mal höher“ als bei einer Kontrollgruppe, welcher lediglich nur eine Dosis Astrazeneca injiziert wurde. Vorläufige Ergebnisse der „Combivacs“-Studie des spanischen Gesundheitsinstituts „Carlos III“ zeigten zudem, dass eine Kombination der beiden Corona-Impfstoffe die Wirksamkeit deutlich verstärkt. So soll das Niveau neutralisierender Antikörper nach der Biontech-Dosis um mehr als das Siebenfache gestiegen sein, während eine zweite Astrazeneca-Dosis „nur“ für eine Verdoppelung der Antikörper sorgt, heißt es darin.

Erst Astrazeneca, dann Biontech: Bislang war die Datenlage bezüglich einer Corona-Kreuzimpfung unklar. Eine neue Studie macht jedoch Hoffnung.

Corona-Impfung mit verschiedenen Impfstoffen: Probanden hatten wenig Nebenwirkungen

Die Impfung gegen das Coronavirus mit dem Astrazeneca-Impfstoff wurde aufgrund eines erhöhten Thromboserisikos in vielen Ländern für bestimmte Personengruppen zwischenzeitlich ausgesetzt, die Priorität für das britisch-schwedische Vakzin wurde inzwischen gänzlich aufgehoben. Personen, die bereits eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhielten, wurde nahegelegt, einen mRNA-Impfstoff wie Biontech oder Moderna für die Zweitimpfung zu wählen.

Biontech und Astrazeneca: Neue Daten zur Wirksamkeit der Corona-Kreuzimpfung

Daten zur Wirksamkeit einer solchen Kreuzimpfung gab es bisher allerdings kaum. Im Mai hatte die Oxford University erste Studienergebnisse zur Corona-Kreuzimpfung veröffentlicht, wonach Menschen, die zwei unterschiedliche Impfstoffe erhielten, häufiger über Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder auch Schüttelfrost berichteten. Zuvor hatten sich auch mehrere Covid-Experten zu dem möglichen Astrazeneca-Biontech-Mix geäußert.

Nur 1,7 Prozent der Teilnehmer der spanischen Studie sollen hingegen über Nebenwirkungen wie Kopf- und Muskelschmerzen sowie ein allgemeines Unwohlsein klagen, berichtet Zeit Online weiter. Dies seien jedoch „keine Symptome, die als schwerwiegend angesehen werden können“, sagt Magdalena Campins, eine der Studienleiterinnen. Rund 679 Freiwillige im Alter von 18 bis 59 Jahren nahmen an der Untersuchung teil, die als Erstimpfung das Vakzin von Astrazeneca bekommen hatten. Davon erhielten knapp 450 Probanden eine Biontech-Zweitimpfung. (Nail Akkoyun) *24hamburg.de, ruhr24.de und fr.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Andreas Poertner/Imago

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