Schneller impfen

Corona-Impfung in der Hausarztpraxis: In folgenden Bundesländern laufen bereits Pilotprojekte

Der Hausarzt Josef Widler hält in seiner Praxis in Zürich-Altstetten eine Schachtel mit dem Corona-Impfstoff von Moderna in der Hand. In Kürze sollen Corona-Impfungen in Hausarztpraxen bundesweit möglich sein.
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Der Hausarzt Josef Widler hält in seiner Praxis in Zürich-Altstetten eine Schachtel mit dem Corona-Impfstoff von Moderna in der Hand. In Kürze sollen Corona-Impfungen in Hausarztpraxen bundesweit möglich sein.

In einigen Bundesländern können sich Menschen bereits bei ihrem Hausarzt gegen Corona impfen lassen. Das Bundesgesundheitsministerium will dies bundesweit möglich machen.

Aktuell sieht die Nationale Impfstrategie auf dem Papier vor, dass Corona-Impfungen nur in sogenannten Impfzentren stattfinden. Doch das könnte sich schon bald ändern: Gesundheitsminister Jens Spahn würde die Impfmöglichkeiten gerne erweitern. Sein Änderungsvorschlag: Ab April sollen auch Hausärzte mit Corona-Impfstoff von Biontech, Moderna und Astrazeneca beliefert werden. Diese Maßnahme soll die Impfquote in Deutschland schneller nach oben treiben. Stand 1. März 2021 wurden in Deutschland 2.159.412 Personen vollständig geimpft, was 2,6  Prozent der Gesamt­bevölkerung entspricht, wie aus dem Impfdashboard der Regierung hervorgeht. Berücksichtigt man auch diejenigen, die bereits die erste Impfdosis verimpft bekommen haben, wurden 5,1 Prozent der Deutschen bereits geimpft. Zum Vergleich: In Großbritannien liegt die Impfquote bei 29,87 Prozent, in den USA bei 15,17 Prozent und in Israel konnten sich bereits 55,13 Prozent der Einwohner gegen Corona impfen lassen, berichtet die Ärztezeitung.

Da Deutschland hier hinterherhinkt, trifft Spahns Vorschlag auf offene Ohren: In einigen Bundesländern starten bereits Pilotprojekte, die die Umsetzung von Corona-Impfungen beim Hausarzt vorsehen. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) informiert, haben im Rahmen solcher Projekte am 1. März fünf Hausarztpraxen in Niedersachsen mit Corona-Impfungen begonnen. „Um insbesondere die Logistik und Lagerung der Impfstoffe und die technischen Abläufe einmal durchzuspielen und Erfahrungen mit der praktischen Umsetzung im Alltag zu sammeln, starten wir zunächst eine kurze Erprobungsphase von etwa maximal zwei Wochen in den neun Pilotpraxen“, zitiert das RND Carola Reimann, die niedersächsische Gesundheitsministerin: „Voraussichtlich ab April können dann deutlich mehr Praxen in Niedersachsen mit im Boot sein.“ Welche Ärzte genau die Impfungen durchführen, wurde nicht bekannt gegeben.

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Frisch geimpft: Einen Eintrag im Impfbüchlein für eine Covid-19-Impfung mit dem Impfstoff von Astrazeneca könnte man sich schon bald beim Hausarzt holen, so der Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums.

Corona-Impfungen: Hausärzte sollen Impfzentren entlasten

Auch in Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und im Saarland starten beziehungsweise starteten Projekte, die die Corona-Impfung beim Hausarzt ermöglichen. In Thüringen und Brandenburg sollen diese noch im März starten, in den anderen beiden Bundesländern impfen ausgewählte Hausärzte bereits seit Februar. Im Saarland greift das Modellprojekt für Corona-Schutzimpfungen durch niedergelassene Ärzte in sieben Hausarztpraxen. Beteiligt sind hier die Kassenärztliche Vereinigung, die Ärztekammer und der Hausärzteverband, wie das RND meldet.

Derartige Modellprojekte sollen auf ganz Deutschland ausgeweitet werden. So zitiert das Portal Business Insider aus einem Vorschlagspapier des Bundesgesundheitsministeriums zur nationalen Impfstrategie, das Ministerium wolle „die bereits bestehende Möglichkeit der Einbeziehung niedergelassener Ärztinnen und Ärzte weiterentwickeln.“ Ab März solle in „ausgewählten“ Arztpraxen gegen das Coronavirus geimpft werden. Als Begründung heißt es dem Business Insider zufolge im Papier: „In den meisten Ländern wird die Zahl der verfügbaren Impfdosen bereits im April die von den Ländern gemeldeten maximalen Kapazitäten in den Impfzentren übersteigen“, und weiter: „In dieser Phase sollen die haus- und fachärztlichen Praxen, die in der Regelversorgung routinemäßig Schutzimpfungen anbieten, umfassend in die Impfkampagne eingebunden werden“.

Quellen: https://impfdashboard.de/; https://www.aerztezeitung.de/Politik/Deutschland-Bundeslaender-im-Vergleich-So-oft-wurde-bereits-gegen-COVID-19-geimpft-415936.html

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Wenn Kinderkrankheiten Erwachsene erwischen

Steckt sich ein Erwachsener mit einer Kinderkrankheit wie Keuchhusten an, leidet er darunter meist viel stärker als betroffene Kinder. Foto: Christin Klose
Steckt sich ein Erwachsener mit einer Kinderkrankheit wie Keuchhusten an, leidet er darunter meist viel stärker als betroffene Kinder. Foto: Christin Klose © Christin Klose
Gegen viele Kinderkrankheiten kann man sich impfen lassen. Das ist auch im Erwachsenenalter noch sinnvoll. Foto: Tim Brakemeier
Gegen viele Kinderkrankheiten kann man sich impfen lassen. Das ist auch im Erwachsenenalter noch sinnvoll. Foto: Tim Brakemeier © Tim Brakemeier
Prof. Dr. Erika Baum ist Präsidentin der Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Foto: Philipps-Universität Marburg
Prof. Dr. Erika Baum ist Präsidentin der Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Foto: Philipps-Universität Marburg © Philipps-Universität Marburg
Dr. Jana Husemann ist Vorstandsmitglied im Hausärzteverband Hamburg. Foto: Lopata/axentis.de
Dr. Jana Husemann ist Vorstandsmitglied im Hausärzteverband Hamburg. Foto: Lopata/axentis.de © Lopata
Prof. Dr. Bernd Salzberger ist Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie sowie Leiter der Infektiologie am Universitätsklinikum Regensburg. Foto: Universitätsklinikum Regensburg
Prof. Dr. Bernd Salzberger ist Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie sowie Leiter der Infektiologie am Universitätsklinikum Regensburg. Foto: Universitätsklinikum Regensburg © Universitätsklinikum Regensburg

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