Biontech/Pfizer

Neue Studie: Wie wirksam ist die Corona-Impfung bei Kindern und Jugendlichen?

Eine Ärztin impft einen Mann mit Corona-Impfstoff.
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Eine neue Studie zeigt, wie wirksam der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer bei Jugendlichen gegen die Delta-Variante ist. (Symbolbild)

Die Corona-Impfung mit Biontech/Pfizer soll das Risiko einer Infektion mit der Delta-Variante bei Jugendlichen erheblich senken.

Kassel/Tel Aviv – Die Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche bleibt weiter umstritten. In Deutschland hatte sich die Ständige Impfkommission zunächst zögerlich gezeigt, die Impfung auch für alle jungen Leute von zwölf bis siebzehn Jahren zu empfehlen. Doch am 16.08.2021 gab die Stiko bekannt, „dass nach gegenwärtigem Wissensstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen.“

Die Gesundheitsminister der Länder hatten ein Impfangebot gegen Corona für alle Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren bereits Anfang August beschlossen. Nun liegen neue Daten zur Wirksamkeit des Vakzins von Biontech und Pfizer bei jungen Leuten gegen die Delta-Variante vor.

Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche: Risiko einer Infektion

Laut einer Studie senkt eine Impfung mit dem Vakzin von Biontech und Pfizer das Risiko einer Infektion mit der Delta-Variante bei Jugendlichen um 90 Prozent. Das bestätigte eine Sprecherin der Krankenkasse Clalit aus Israel am Mittwoch (20.10.2021). Zudem schütze der Impfstoff zu 93 Prozent vor einer Erkrankung mit Symptomen bei dieser Variante des Coronavirus.

Gemeinsam mit Forscherinnen und Forschern der Harvard University in den USA habe man Daten von 94.354 Jugendlichen im Alter von zwölf bis 18 Jahren ausgewertet, die bereits zweifach geimpft waren. Diese seien mit Daten einer entsprechenden Anzahl ungeimpfter Jugendlicher verglichen worden. Die Ergebnisse sind im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht worden.

Corona: Neue Studie zur Impfung bei Kindern und Jugendlichen

Das Ergebnis der Studie basiert auf Daten, die zwischen dem 8. Juni und dem 14. September dieses Jahres erhoben worden waren. In diesem Zeitraum grassierte in Israel die vierte Corona-Welle, in der die Delta-Variante das Infektionsgeschehen dominierte. Die Forscherinnen und Forscher konnten allerdings nicht angeben, wie sich die Impfung auf das Risiko auswirkt, schwer zu erkranken, ins Krankenhaus zu müssen oder zu sterben. Solche Fälle würden bei Jugendlichen zu selten eintreten.

In Israel wird fast ausschließlich mit dem Mittel von Biontech/Pfizer geimpft. Bereits Anfang Juni hatte dort die Impfung von Kindern ab zwölf Jahren begonnen. Etwa 61 Prozent der 9,4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums vollständig gegen Corona geimpft. Bei den 12- bis 15-Jährigen liegt dieser Anteil bei 45, bei den 16- bis 19-Jährigen bei 75 Prozent. (lrg/dpa)

Derzeit breitet sich in Großbvritannien die neue Corona-Variante „Delta Plus“ aus – und sorgt für einen Anstieg der Fallzahlen.

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