Studie macht Betroffenen Hoffnung

Long Covid nach Corona-Infektion? Impfungen führen dazu, dass Symptome abklingen

Eine Coronavirus-Infektion führt bei manchen noch lange Zeit nach der offiziellen Genesung zu Beschwerden. Eine Studie kommt zu dem Schluss, dass Covid-Impfungen helfen.

Rund 80 Prozent aller Erkrankten spüren wenig bis gar nichts von ihrer Corona-Infektion. Wie das Bundesministerium für Gesundheit weiter informiert, dauert eine Coronavirus-Infektion in leichten Fällen etwa zwei bis drei Wochen. Doch nicht jeder ist danach wieder ganz gesund. Manche kämpfen noch Wochen oder sogar Monate nach überstandenem Covid-19 mit Symptomen wie ständiger Erschöpfung, Müdigkeit, neurologischen Störungen, plötzlichem Erbrechen, Muskelschmerzen, Schlaflosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden, starkem Schwindel, Kurzatmigkeit bis hin zu Luftnot. Dieses Phänomen ist als „Long Covid*“ oder auch „Post-Covid-19-Syndrom“ bekannt. Verlässliche, repräsentative Daten zum Anteil der Erkrankten mit Langzeitfolgen lägen zwar dem Portal Zusammen gegen Corona zufolge noch nicht vor. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) schätzt allerdings, dass rund zehn Prozent aller Erkrankten betroffen sind.

Eine Besucherin des Impfzentrums Tübingen in der Paul-Horn-Arena geht zur Impfung. Die Corona-Impfung kann sogar Long-Covid-Symptome lindern, wie eine Studie schlussfolgert.

Corona-Impfung führt bei einem Großteil der Long-Covid-Patienten zur Besserung der Symptome

Die britische Interessensgemeinschaft LongCovidSOS informiert in einer Studie, dass es bislang keine Behandlung für Long Covid gäbe. „Viele Menschen aller Altersgruppen leiden noch viele Monate nach der Erstinfektion an Symptomen. Das Office for National Statistics schätzt, dass nach vier Monaten noch zwölf Prozent der positiv auf COVID-19 getesteten Personen Symptome aufweisen“, informiert LongCovidSOS. In Zusammenarbeit mit den Universitäten Exeter und Kent hatte die Organisation eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass mehr als der Hälfte der Teilnehmenden weniger Symptome hatten, nachdem sie eine Corona-Impfung bekommen hatten. Wie unter anderem das Portal Business Insider informiert, hatten die Forschenden 900 Menschen befragt, die an Long Covid litten. 50 Prozent der Erkrankten wurden nach der Infektion mit dem Astrazeneca-Präparat geimpft, 40 Prozent mit dem Biontech-Impfstoff und knapp neun Prozent mit dem Moderna-Vakzin.

Eine Umfrage nach der Corona-Impfung zeigte: Bei knapp 57 Prozent der Long-Covid-Patienten verbesserten sich die Symptome nach eigenen Angaben. 24,6 Prozent bemerkten keinen Unterschied und bei 18,7 Prozent verschlechterten sich die Beschwerden, wie der Business Insider informiert. Auffällig war, dass vor allem mRNA-Impfungen (Biontech oder Moderna) zur Besserung von Long-Covid-Beschwerden führten. Unter Moderna-Impflingen waren es ganze 64,3 Prozent, die über eine Besserung berichteten. Die Studienleiter weisen allerdings darauf hin, dass weitere Studien folgen sollten, die diese Ergebnisse untermauern. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Mehr Quellen: https://www.zusammengegencorona.de/informieren/

Weiterlesen: Impfschäden Jahre nach der Corona-Impfung? Das sagen Experten

Der lebensrettende Pieks: Diese Risikogruppen sollten sich gegen Grippe impfen lassen

Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin gibt Empfehlungen ab, welche Menschen sich impfen lassen sollten. Gehören Sie auch zur Risikogruppe? (Stand: Juli 2013) © dpa
Das Immunsystem älterer Menschen reagiert zwar weniger stark auf die Impfung, dennoch empfehlen die Experten das Serum. Im Falle einer Erkrankung fallen die Symptome schwächer aus. Da für Menschen über 60 Jahre ein erhöhtes Risiko für schwere oder gar tödliche Komplikationen besteht, ist die Impfung dringend angebracht. © dpa
Wie bei älteren Menschen besteht auch bei Schwangeren ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Daher raten die Gesundheitsexperten auch werdenden Müttern ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel zur Impfung. Schwangere, die bereits an einer Grunderkrankung leiden, können sich nach Absprache mit dem Arzt auch schon früher pieksen lassen. © dpa
Erwachsene und Kinder, die an einer chronischen Erkrankung wie beispielsweise Asthma leiden, gehören ebenfalls zu den Risikogruppen. © fkn, Mundipharma
Auch Menschen mit chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Bluthochdruck wird die Grippe-Impfung nahe gelegt. © dpa
Kinder dürfen frühestens ab einem Alter von sechs Monaten gegen die Grippe geimpft werden. © dpa
Wer an chronischen Stoffwechsel-Erkrankungen wie Zucker (Diabetes Mellitus), an chronischen Nierenerkrankungen, Blutarmut (Anämie), an angeborenen oder erworbenen Immunstörungen wie Abwehrschwäche nach Organtransplantationen, bei Chemotherapien oder HIV-Infektionen leidet, sollte sich die Grippe-Impfung nicht entgehen lassen. © dpa
Ebenso Menschen mit chronisch neurologischen Krankheiten wie beispielsweise Multipler Sklerose gehören zu den Risikogruppen. © dpa
Mitarbeiter in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Arztpraxen oder Angestellte in Einrichtungen mit erhöhtem Publikumsverkehr laufen Gefahr, durch ihre Arbeit sich selbst oder andere anzustecken - die Grippe-Impfung ist daher eigentlich Pflicht. © dpa
Die Bewohner von Pflege- und Altenheimen sind ebenfalls besonders gefährdet. © dpa
Urlauber ab 60 Jahren oder chronisch Kranke, die verreisen wollen, sollten sich spätestens zwei Wochen vor der Abreise pieksen lassen. © dpa
Menschen, die häufig mit Geflügel, auch mit Wildvögeln in Berührung kommen, zählen auch als Risikogruppe. © dpa
NICHT impfen lassen dürfen sich Menschen, die allergisch reagieren auf Hühnereiweiß. Der Impfstoff wird in Hühnereiern gezüchtet. Wer aktuell unter Fieber leidet, sollte mit der Imfpung warten, bis die Erkrankung abgeklungen ist.
Die meisten Krankenkassen in Deutschland übernehmen freiwillig die Kosten für die saisonale Grippeimpfung. Über-60-Jährige und chronisch Kranke müssen in der Regel nichts bezahlen. © dpa

Rubriklistenbild: © Marijan Murat

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