Pandemie

Corona-Impfung: Diese Plattform hilft bei der Terminvergabe

Der Druck Impfwilliger wird derzeit immer größer. Viele wollen möglichst schnell eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Eine Internetseite macht‘s möglich.

Kassel - Die Kassenärztliche Vereinigung macht weiter Druck, um möglichst viel Impfstoff über die im Verband organisierten Ärzte verteilen zu können. Im Gegensatz zu den Corona-Impfzentren bieten die niedergelassenen Ärzte allerdings keine zentrale Stelle für Terminbuchungen an.

Von Anrufen raten Arztpraxen in aller Regel ab, weil die hohe Anzahl meist nicht mehr bearbeitet werden kann. Manche Hausärzte vergeben Termine für die Impfung zwar über Terminbuchungsplattformen wie Doctolib oder Jameda, in den allermeisten Fällen bleibt aber nur die Kontaktaufnahme per E-Mail. Die Macher von „sofort-impfen.de“ wollen das jetzt ändern und zeigen, dass Impfterminbuchungen bei den Hausärzten deutlich leichter gestaltet werden könnten.

Viele Deutsche wollen möglichst schnell die Impfung gegen Corona erhalten. Die Internetseite „sofort-impfen.de“ macht das jetzt einfacher.

Auf der Internetplattform können sich Corona-Impfwillige mit ihrem Namen und ihrer Adresse anmelden. Außerdem können sich auch Arztpraxen kostenfrei bei „sofort-impfen.de“ anmelden. Die Praxen können dann freie Impftermine auf der Plattform einstellen, die dann wiederum an Impfwillige aus der Region vergeben werden.

Auf Seiten der Impfsuchenden ist das Interesse bereits sehr groß. Seit dem Start der Plattform am 7. März 2021 haben sich bereits 200.000 Menschen für eine Impfung gemeldet, erklärt Mitorganisator Martin Elwert in einem Interview mit dem Nachrichtensender N-TV.

Internetseite vermittelt Impftermine bei Ärzten: Terminvergabe soll Ende der Woche starten

Entgegen des Namens wird die Terminvergabe auf „sofort-impfen.de“ nicht sofort starten. Laut Elwert soll zunächst eine kritische Masse an Corona-Impfwilligen und Arztpraxen erreicht werden, bevor es losgeht. Nach dem aktuellen Plan sollen die ersten Termine aber bereits Mitte Mai vermittelt werden. In einem nächsten Schritt soll die Plattform dann nach und nach bundesweit bei der Impfterminvergabe helfen.

Laut Elwert, der bereits weitere Start-ups gegründet hat, entstand sofort-impfen.de innerhalb von nur wenigen Wochen. Die Idee dazu hatte sein Gründerkollege Johannes Gerster. Das Entwicklerteam von sofort-impfen.de wird von dem Berater Oliver Mayer angeführt.

Finanziert werden soll das Projekt für die Vergabe von Impfungen vor allem über Spenden. Außerdem kooperiert das Team mit Wiebke Nadzeika und Sophia Probst, die im Internet Pullover und T-Shirts mit dem Aufdruck „Erst Impfen dann Techno“ verkaufen, was zusätzliche Einnahmen generieren soll.

Ob man sich gegen Corona impfen lässt, ist jedem selbst überlassen. Doch wie sieht es am Arbeitsplatz aus? Können Arbeitgeber eine Impfung verlangen? (luw/dpa/afp)

Rubriklistenbild: © Christoph Hardt/Imago

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