Mahnung an alle

Wann lässt der Corona-Impfschutz nach? Biontech-Chef Sahin nennt jetzt Details

Die vierte Corona-Welle rollt, immer wieder kommt es auch zu Impfdurchbrüchen. Jetzt erklärt Biontech-Chef Ugur Sahin, ab wann eine Booster-Impfung Sinn macht.

Mainz - Das Coronavirus* nimmt wieder an Fahrt auf. Die vierte Welle in Deutschland rollt. Aktuell infizieren sich hierzulande so viele Menschen mit dem Virus wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Montagmorgen (8. November) stieg die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz auf einen neuen Rekordwert an. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den Wert mit 201,1 an. Zudem wurden 15.513 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet – ein sehr hoher Wert für einen Sonntag.

Seit Beginn der Corona-Pandemie* hat das RKI in Deutschland insgesamt 4.782.546 nachgewiesene Infektionen* mit Sars-CoV-2 registriert. Zu einem Großteil haben sich Personen ohne vollständige Corona-Impfung angesteckt. Doch immer wieder kommt es auch zu Impfdurchbrüchen. In seinem neuen wöchentlichen Lagebericht schreibt das RKI von „insgesamt 145.185 wahrscheinlichen Impfdurchbrüchen“.

Corona-Impfung: Wann lässt der Impfschutz nach? Biontech-Chef Sahin nennt Daten aus klinischer Prüfung

Im Verhältnis zur Zahl der verabreichten Impfdosen sind Impfdurchbrüche demnach am häufigsten nach einer Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson* aufgetreten. Gefolgt von den Impfstoffen von Astrazeneca*, Moderna* und Biontech*. „Daten aus der klinischen Prüfung zeigen, dass Antikörperspiegel etwa ab dem siebten, achten oder neunten Monat nach der Impfung beginnen, zu sinken, sodass es auch zu einer Ansteckung kommen kann“, erklärte Biontech-Chef Ugur Sahin* der Bild am Sonntag zum Vakzin seines Unternehmens.

„Wir beobachten auch, dass bei einer Ansteckung die Krankheitsverläufe bei Geimpften in der Regel moderat sind und es selten zu schweren Verläufen kommt“, sagte der Mediziner weiter. „Und wir haben Studiendaten, die zeigen, dass ein Booster den Impfschutz wiederherstellt. Das gilt auch gegen die Delta-Variante“, stellte Sahin klar.

Die Gründer des Corona-Impfstoff-Entwicklers Biontech: Ugur Sahin und seine Frau Özlem Türeci. (Archivbild)

Corona in Deutschland: 2,7 Millionen Menschen haben Booster-Impfung erhalten

Laut den RKI-Zahlen vom Samstag (6. November) haben in Deutschland bislang rund 2,7 Millionen Menschen eine sogenannte Booster-Impfung erhalten. „Boostern sollte die Regel werden, nicht die Ausnahme“, sagte der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag (4. November) nach der Konferenz der Gesundheitsminister. Wegen ihrer Priorisierung bei Erst- und Zweitimpfungen seien dabei zunächst vor allem Ältere, Vorerkrankte und medizinisches Personal an der Reihe.

Sechs Monate nach der Zweitimpfung und mit Blick auf den anstehenden Herbst und Winter sei eine Auffrischungsimpfung für alle sinnvoll, erklärte Spahn weiter. Laut den Zahlen des RKI-Impfdashboards vom Montagmorgen sind 67,1 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland vollständig geimpft*. 69,7 Prozent haben mindestens eine Impfdosis erhalten. „Das RKI geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt, als auf dem Impfdashboard angegeben“, heißt es allerdings in einem Hinweis. (ph) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Bernd von Jutrczenka

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