Pandemie

Staat zahlt nicht mehr: Das müssen Bürger ab 11. Oktober für Corona-Tests bezahlen

Ein Abstrich für einen PCR-Test wird von einem Mitarbeiter in einem Corona-Testzentrum genommen.
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Nur geschulte Mitarbeiter können einen PCR-Test durchführen. Diesen müssen die meisten Bürger in Zukunft selbst zahlen.

Ab 11. Oktober werden die Kosten für Corona-Tests in der Regel nicht mehr vom Staat bezahlt. Wer besonders tief in die Tasche greifen muss, erfahren Sie hier.

Kassel – Einen Corona-Test* kann man aktuell in Arztpraxen und Apotheken, aber auch in Testzentren machen lassen. Wenn z.B. ein ärztlich begründeter Verdacht vorliegt, dass jemand an Covid-19 erkrankt ist, zahlt der Staat den PCR-Test. Ein ebenfalls von geschulten Mitarbeitern durchgeführter Corona-Test ist der Antigen-Schnelltest. Diesen können Bürgerinnen und Bürger aktuell mindestens einmal wöchentlich kostenfrei in Anspruch nehmen, wie das Bundesministerium für Gesundheit informiert. Doch ab 11. Oktober soll Schluss sein. Ab dann will der Staat die Zuzahlung für PCR- und Antigen-Schnelltests kappen, heißt es vonseiten des Bayerischen Rundfunks (BR). Aktuell erstattet der Bund 11,50 EUR für Schnelltests und 43,56 EUR für PCR-Tests. 

Doch welche Kosten kommen auf Selbstzahler zu, wenn sie ab 11. Oktober selbst für die Tests aufkommen müssen? Der exakte Preis steht zwar noch nicht fest, aber es gibt erste Schätzungen.

Unter anderem in Bayern herrscht die 3-G-Regel: Nur noch Geimpfte, Genesene und Getestete haben Zutritt zu Restaurant-Innenräumen. Für eine Gruppe könnte das teuer werden.

Selbstzahler müssen mit bis zu 119,80 Euro für einen PCR-Test rechnen

So soll der Preisunterschied zwischen PCR- und Antigen-Schnelltest enorm sein. „Um weiterhin konkurrenzfähig und wirtschaftlich arbeiten zu können, werden sich die Preise bei uns für einen Schnelltest bei circa 19 Euro wahrscheinlich einpendeln und der PCR-Test wie jetzt auch schon für 79 Euro erhältlich sein“, zitiert der BR Daniel Fröhler von der privaten Teststation in Taufkirchen bei München. Oliver Urban von der Medicare Teststation in Regensburg geht von einem noch kostspieligerem PCR-Test aus: „Den Preis können wir nur schätzen: Der wird höchstwahrscheinlich zwischen 15 und 20 Euro liegen für den Schnelltest und der PCR-Test wird 119,80 Euro kosten, da die Laborkosten allein schon so hoch sind.“

Vor allem auf ungeimpfte Bürgerinnen und Bürger hat die neue Selbstzahler-Regelung enormen Einfluss. Denn im Rahmen der 3-G-Regelung ist nur Geimpften, Genesenen und Getesteten der Zutritt zu Restaurants, Fitnessstudios, Kinos und anderen Freizeiteinrichtungen gestattet. Doch es gibt Ausnahmen: Für Personen, die nicht geimpft werden können oder für die es keine allgemeine Impfempfehlung gibt, übernimmt weiterhin der Staat die Kosten für Corona-Tests, wie der Donaukurier informiert. (jg) *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Mehr Quellen: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/

Weiterlesen: „Welle der Ungeimpften“: Merkur-Experte zeigt auf, wie Bürger gelbe & rote Krankenhausampel verhindern können

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Eine mit Coronaviren befallene Zelle
Ende 2019 wurde zum ersten Mal über das Coronavirus Sars-CoV-2 berichtet. Zuerst nur in China diagnostiziert, breitete sich die durch Coronaviren ausgelöste Krankheit Covid-19 weltweit aus. Die Pandemie hat im Jahr 2020 weltweit etwa 1.900.000 Todesopfer gefordert. Auf der Darstellung oben ist eine menschliche Zelle (grün) zu sehen, die mit Coronaviren (gelb) infiziert ist.  © Niaid/dpa
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat. © dpa/dpaweb-mm
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa/dpaweb
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Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. © dpa
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Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren. © picture alliance / Science Photo
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt.
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

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