1. Startseite
  2. Gesundheit

„Corona-Zehen“ nach Infektion: Immer mehr Hautveränderungen durch Omikron

Erstellt:

Von: Ares Abasi

Kommentare

Wenn Sie nach Corona-Symptomen Ausschau halten, achten Sie wohl eher auf Husten, Fieber und Kurzatmigkeit. Künftig sollte aber auch die Haut beobachtet werden.

Frankfurt – Es kommt zwar selten vor, doch das Corona-Virus kann die Haut verändern. Für manche Menschen kann dies das einzige Anzeichen für eine Infektion sein, das berichtet die Amerikanische Akademie für Dermatologie (AAD). Viele Krankheiten, wie Masern und Windpocken, verursachen einen charakteristischen Ausschlag, der Ärzten bei der Diagnose hilft. Bei Corona ist das anders. Es gibt keinen einheitlichen Ausschlag, so die AAD.

Mehrere Hautärzt:innen berichten gegenüber dem ZDF, dass sie vermehrt Corona-Kranke mit Symptomen auf der Haut behandeln. Wenn ein Patient mit Corona einen Hautausschlag entwickelt, kann dieser laut der AAD wie folgt aussehen:

Covid-Subtyp Omikron verändert die Haut: Die „Corona-Zehen“

Ärzt:innen in aller Welt haben festgestellt, dass einige Patient:innen, die positiv auf das Virus getestet wurden, verfärbte und geschwollene Zehen haben. Folgende Symptome werden beobachtet:

Die sogenannten „Corona-Zehen“ können zwar in jedem Alter auftreten, aber Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene scheinen am ehesten betroffen zu sein. Diese jungen Patienten scheinen meistens gesund. Viele entwickeln nie, andere häufigere Corona-Symptome, wie trockener Husten, Fieber und Muskelschmerzen. Wenn sie doch Symptome aufzeigen, sind diese meist mild.

Omikron verändert die Haut: Kaum Corona-Symptome bis auf Verfärbungen

Die Schwellungen und Verfärbungen können an einem oder mehreren Zehen sowie den Fingern beginnen, das erzählt Amy Paller der AAD, eine zertifizierte Kinderdermatologin und Vorsitzende der Dermatologie an der Northwestern Feinberg School of Medicine. Zunächst kann man eine leuchtend rote Farbe erkennen, die sich allmählich in Violett verwandelt. Corona-Zehen können Paller zufolge auch mit einer purpurnen Farbe beginnen.

Die Symptome: Viele Menschen spüren nichts und merken erst, dass sie betroffen sind, wenn sie die Verfärbung und Schwellung an ihren Füßen oder Händen sehen. Neben den Schwellungen und Verfärbungen können die Betroffenen auch Blasen, Juckreiz oder Schmerzen an den Stellen bekommen. Bei manchen Menschen bilden sich schmerzhafte, erhabene Beulen oder raue Hautstellen.

Eine Infektion mit der dominierenden Omikron-Variante kann sogenannte „Corona-Zehen“ hervorrufen. (Symbolfoto)
Eine Infektion mit der dominierenden Omikron-Variante kann sogenannte „Corona-Zehen“ hervorrufen. (Symbolfoto) © Thorsten Gutschalk/Imago

Nach Omikron-Infektion: Geringe Datenlage zu Corona-Zehen

Manchmal hätten Menschen mit Corona-Zehen auch andere Corona-Symptome. Die Symptome sollen zwar ohne Behandlung wieder verschwinden, aber es ist laut Paller noch zu früh, um zu wissen, wie lange die meisten Menschen die Krankheit haben. Sie könne zehn bis 14 Tage andauern. Einige Patienten haben der Dermatologin zufolge über Monate hinweg Beschwerden.

Die Datenlage über Hautreaktionen bei Omikron sei bislang gering. Genaue Zahlen über die Häufigkeit dieser Ausschläge gebe es derzeit nicht. Das RKI schreibt auf Anfrage des ZDF, es sei „bekannt, dass es bei COVID-19 vielgestaltige Hautsymptome gibt, teilweise treten diese auch erst im Verlauf oder Nachgang der akuten Erkrankung auf.“ „Hautsymptome bei COVID-19-Infektionen sind in Studien erfasst worden und treten bei fünf bis 20 Prozent der COVID-19-Patientinnen und -Patienten auf“, schreibt die Charité Berlin auf ZDF-Anfrage. Es gebe jedoch „derzeit keine wissenschaftlichen Daten, die darauf hinweisen, dass Hautveränderungen unter der Omikron-Variante häufiger auftreten.“ (Ares Abasi)

Auch interessant

Kommentare