STIKO-Empfehlung

Corona-Zweitimpfung nach drei Wochen? Wie kurz der Abstand zwischen den Spritzen sein darf

Wie viel Zeit darf zwischen erster und zweiter Corona-Impfung verstreichen?
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Wie viel Zeit darf zwischen erster und zweiter Corona-Impfung verstreichen?

Sechs, drei oder zwölf Wochen? Welche Empfehlungen zu den Impfintervallen der verschiedenen Impfstoffe gelten, erfahren Sie hier.

Im Fall von mRNA-Impfungen von Biontech und Moderna sechs Wochen, bei Astrazeneca-Impfungen zwölf Wochen: Diese Regel gilt aktuell in Hinblick auf die Corona-Impfabstände. Doch derzeit kommt es – auch in Hinblick auf die besser verfügbaren Impfstoffe – zu kürzeren Impfintervallen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert, welche Abstände zwischen den Impfungen liegen dürfen, ohne dass die Wirksamkeit der Impfungen beeinträchtigt wird.

Zweitimpfung: Drei bis sechs Wochen Abstand zwischen Biontech-Impfungen

Als zugelassenes Impfintervall gilt im Fall des Biontech-Impfstoffes drei bis sechs Wochen. Bei Moderna-Impfungen* sind es vier bis sechs Wochen und bei Corona-Impfungen mit dem Astrazeneca-Präparat ist eine Zweitimpfung nach vier bis zwölf Wochen möglich. Wie das Portal Infektionsschutz.de als Angebot des BZgA weiter informiert, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO), diese Impfintervalle möglichst auszuschöpfen. Wenn Mediziner die Zweitimpfung nach sechs bzw. zwölf Wochen verabreichen würden, könnten so viele Menschen wie möglich mit einer ersten Impfdosis versorgt werden, wie aus der Coronavirus-Impfverordnung hervorgeht.

Potsdamer warten im Impfzentrum auf ihre Impfung. Die Ständige Impfkommission empfiehlt je nach Impfstoff unterschiedliche Abstände zwischen den Impfungen.

Auch das Robert Koch-Institut als biomedizinische Leitforschungseinrichtung der deutschen Bundesregierung spricht sich für einen größeren Abstand zwischen den Impfungen aus: „Unter Berücksichtigung der Zulassungen und der vorliegenden Wirksamkeitsdaten empfiehlt die STIKO für die mRNA-Impfstoffe einen Abstand zwischen den beiden Impfstoffdosen von sechs Wochen, da dadurch sowohl eine sehr gute individuelle Schutzwirkung als auch ein größerer Effekt der Impfung auf Bevölkerungsebene zu erzielen ist“.

Zweite Impfung spätestens 60 Tage nach der ersten Immunisierung

Generell sollte eine Zweitimpfung – egal, um welchen Impfstoff es sich handelt – nicht früher als 21 Tage nach der Erstimpfung erfolgen, weil die erste Immunreaktion die zweite Immunreaktion sonst blockieren würde, heißt es vonseiten der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI). Erfolge die zweite Impfung später als 21 Tage nach der ersten, könne die zweite Immunreaktion bei anderen Impfstoffen sogar ausgeprägter sein, informiert das Portal Internisten im Netz. Ob das bei den mRNA-basierten Impfstoffen auch so ist, könne allerdings nur durch zusätzliche Studien gezeigt werden, heißt es weiter. Aus immunologischer Sicht spreche nichts dagegen, das Zeitintervall für die zweite Impfung länger als 21 Tage festzusetzen, so die DGfI. Entscheidend sei, dass die zweite Impfung innerhalb von 60 Tagen erfolgt. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Mehr Quellen: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html; https://www.infektionsschutz.de/mediathek/fragen-antworten.html

Weiterlesen: Impfschäden Jahre nach der Corona-Impfung? Das sagen Experten

Von Yoga bis Qigong: Stress abbauen und entspannen

Ob eher fitnessbetont oder auf Entspannung bedacht: Wer Lust auf Yoga hat, findet meist auch die Form, die ihm am meisten liegt. Foto: Christin Klose
Ob eher fitnessbetont oder auf Entspannung bedacht: Wer Lust auf Yoga hat, findet meist auch die Form, die ihm am meisten liegt. Foto: Christin Klose © Christin Klose
Tief durchatmen: Wer sich entspannen will, muss dafür nicht unbedingt auf dem Sofa liegen. Sportarten wie Yoga nehmen neben dem Körper auch den Geist in den Blick. Foto: Christin Klose
Tief durchatmen: Wer sich entspannen will, muss dafür nicht unbedingt auf dem Sofa liegen. Sportarten wie Yoga nehmen neben dem Körper auch den Geist in den Blick. Foto: Christin Klose © Christin Klose
Karin Sedlmeier beim Tai Chi. In ihrer Schule lehrt sie Tai Chi und Qigong. Foto: Andreas Eberl
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Entspannung durch vorherige Anspannung: Viele Sportarten, die sich dem Stressabbau verschrieben haben, wie die Progressive Muskelentspannung, funktionieren auf diese Weise. Foto: Andrea Warnecke
Entspannung durch vorherige Anspannung: Viele Sportarten, die sich dem Stressabbau verschrieben haben, wie die Progressive Muskelentspannung, funktionieren auf diese Weise. Foto: Andrea Warnecke © Andrea Warnecke
Karin Sedlmeier ist Besitzerin einer Qigong- und Tai-Chi-Schule sowie Tai-Chi- und Qigong- Lehrerin. Foto: Andreas Eberl
Karin Sedlmeier ist Besitzerin einer Qigong- und Tai-Chi-Schule sowie Tai-Chi- und Qigong- Lehrerin. Foto: Andreas Eberl © Andreas Eberl
Ulrika Eiworth arbeitet als Nia-, Yoga-, Pilates- und Aerobic-Lehrerin in Mosbach. Foto: Kai Köhler
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