Gesund bleiben

Covid-19 vorbeugen: Diese fünf Regeln stärken Ihr Immunsystem gegen Coronaviren

Eine gesunde Ernährung kann zwar nicht vor einer Ansteckung mit Krankheitserregern schützen - doch ein intaktes Immunsystem wird besser mit Viren und Bakterien fertig.
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Eine gesunde Ernährung kann zwar nicht vor einer Ansteckung mit Krankheitserregern schützen - doch ein intaktes Immunsystem wird besser mit Viren und Bakterien fertig.

Abstandsregeln und Ausgangsbeschränkungen sollen die Verbreitung des Coronavirus eindämmen. Wer sich dennoch ansteckt, der profitiert von einem starken Immunsystem.

  • Bei fast allen Infektionskrankheiten gilt: Je stärker die Abwehr, desto schwerer haben es Krankheitserreger* wie Viren oder Bakterien.
  • Ausreichend Schlaf und ausgewogene Ernährung helfen dabei, die körpereigene Abwehr zu stärken.
  • Doch auch andere Faktoren sorgen für ein intaktes Immunsystem.

Stress in der Arbeit oder Prüfungsstress an der Uni, wenig Bewegung und unruhiger Schlaf: Solche Phasen erhöhen das Risiko, wegen Krankheit auszufallen. Der Grund hierfür: Der Körper kann sich durch fehlende Erholungszeiten nicht regenerieren, Stress setzt ihm zusätzlich zu. Wer dagegen auf ausreichend Entspannung und Schlaf achtet und folgende Regeln beherzigt, stärkt seine körpereigene Abwehr - und verhindert so zwar nicht eine Ansteckung mit Krankheitserregern, kann die Krankheitsdauer allerdings reduzieren und auch die Ausprägung der Symptome beeinflussen.

Immunsystem stärken in fünf Schritten 

  1. "Wer mit frischen und gesunden Zutaten kocht, stärkt sein Immunsystem, hebt die Stimmung und hilft dem Körper so im Kampf gegen Infektionen", informiert der Norddeutsche Rundfunk. Im TV-Format "Visite" geben Ernährungsexperten Tipps rund um eine gesunde, ausgewogene Ernährung. So sollen vor allem folgende Nahrungsmittel durch die enthaltenen Inhaltsstoffe die Abwehr stärken: Linsen, Zwiebeln, Knoblauch, Feldsalat, Leinsamen, Rosenkohl, Brokkoli, Fenchel und Haferlocken.
  2. Stress reduzieren*, mehr Entspannung: Wer sich ständig gehetzt fühlt und sich keine Pausen gönnt, ist in der Regel anfälliger für Krankheiten. Dabei ist es nicht schwer, mehr Erholung in den Tag einzubauen. Überlegen Sie sich, was Ihnen guttut. Das kann alles sein, etwa ein Spaziergang im Wald, ein Abend in der Badewanne, eine Folge der Lieblingsserie. Bauen Sie solche Inseln der Entspannung ganz bewusst in Ihren Tag ein. Das entschleunigt, wovon auch das Immunsystem profitiert. Auch gesunder Schlaf ist essenziell wichtig für eine intakte Abwehr.
  3. Mehr Bewegung: Zu einem gesunden Lebenswandel zählt regelmäßige Bewegung.* Sie müssen aber keinesfalls mit dem Joggen beginnen oder gar Crossfit-Anhänger werden. Ein halbstündiger Spaziergang etwa oder das Bevorzugen der Treppe statt des Aufzugs bringt bereits den Kreislauf in Schwung.
  4. Einsamkeit macht krank: Robert Waldinger, Professor für Psychologie, spricht sogar davon, dass "Einsamkeit tötet - sie ist so mächtig wie Rauchen und Alkoholismus", so der Experte. In einer Studie untersuchten Waldinger und sein Team, wie sich Einsamkeit auf ältere Menschen auswirkt. Sie schlussfolgerten aus den Ergebnissen, dass Einsamkeit in jedem Falle gesundheitsschädlich wirkt*. Treffen mit Freunden und reger Kontakt mit der Familie sorgen nicht nur für schöne Momente, sondern verschaffen auch Ablenkung - die vor allem in Zeiten der Coronavirus-Pandemie auf andere, positivere Gedanken bringt.
  5. So oft wie möglich raus ans Licht: Sonnenlicht sei essenziell wichtig für ein robustes Immunsystem, so schwedische Forscher. Diese glauben dem Stern zufolge sogar, dass fehlendes Sonnenlicht die Lebenszeit im Mittel genauso stark verkürzt wie regelmäßiger Tabakkonsum.

Weiterlesen: So überstehen Sie Erkältungswellen - mit diesen vier natürlichen Helfern.

jg

Warum uns die Natur so gut tut

Annette Bernjus leitet Achtsamkeitsübungen an, wenn sie mit den Teilnehmern ihrer Kurse so wie hier im Wald unterwegs ist. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto
Annette Bernjus leitet Achtsamkeitsübungen an, wenn sie mit den Teilnehmern ihrer Kurse so wie hier im Wald unterwegs ist. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto © Manfred Bernjus
Zum Themendienst-Bericht von Bernadette Winter vom 22. August 2018: Prof. Dr. med. Andreas Michalsen ist Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus Berlin. Foto: Anja Lehmann/Immanuel Krankenhaus Berlin
Zum Themendienst-Bericht von Bernadette Winter vom 22. August 2018: Prof. Dr. med. Andreas Michalsen ist Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus Berlin. Foto: Anja Lehmann/Immanuel Krankenhaus Berlin © Anja Lehmann
Wer im Wald "badet", soll nicht nur die Geräusche des Waldes bewusst aufnehmen, sondern die Umgebung auch mit den anderen Sinnen erleben. Foto:Manfred Bernjus/embe-Foto
Wer im Wald "badet", soll nicht nur die Geräusche des Waldes bewusst aufnehmen, sondern die Umgebung auch mit den anderen Sinnen erleben. Foto:Manfred Bernjus/embe-Foto © Manfred Bernjus
Achtsamkeitsübung im Wald. Annette Bernjus rät, dort ganz bewusst zu pausieren. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto
Achtsamkeitsübung im Wald. Annette Bernjus rät, dort ganz bewusst zu pausieren. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto © Manfred Bernjus
Einfach mal einen Baum umarmen: Annette Bernjus leitet die Teilnehmer ihrer Seminare an, die Natur wieder bewusster wahrzunehmen. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto
Einfach mal einen Baum umarmen: Annette Bernjus leitet die Teilnehmer ihrer Seminare an, die Natur wieder bewusster wahrzunehmen. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto © Manfred Bernjus
Dirk Teegelbekkers ist Geschäftsführer von PEFC Deutschland. Foto: Franziska Gabbert
Dirk Teegelbekkers ist Geschäftsführer von PEFC Deutschland. Foto: Franziska Gabbert © Franziska Gabbert

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