Alarmierende Studie

Darum schlafen Süddeutsche viel schlechter als Norddeutsche

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Die Deutschen schlafen laut einer Studie sehr unterschiedlich. Doch wo ruhen Sie am besten?

Arbeitsstress, Finanzsorgen oder Atemaussetzer: Nirgends wird in Deutschland so schlecht geschlafen wie im Süden. Dagegen ruhen die Bremer besonders entspannt.

Wie der am Dienstag (23. Mai) in Berlin vorgestellte Beurer Schlafatlas zeigt, haben Bremer, Hamburger oder Schleswig-Holsteiner nicht nur einen besseren Schlaf. Sie nehmen auch viel weniger Schlafmittel als etwa die Menschen in Bayern und Baden-Württemberg ein.

Zudem klagen die Süddeutschen mehr über schlafraubenden Arbeitsstress. TNS Emnid befragte für den Schlafatlas im Auftrag des Ulmer Unternehmens Beurer im Sommer und Herbst vergangenen Jahres fast 3500 Bundesbürger. Die Studie entstand in Zusammenarbeit mit den Schlafmedizinern Michael Feld aus Köln und Peter Young von der Universität Münster.

Arbeitsstress und finanzielle Sorgen rauben Süddeutschen den Schlaf

Beurer bietet unter anderem Produkte rund um das Thema Schlaf an. Rheinland-Pfalz ist demnach das Land der Frühaufsteher - dort erheben sich die Menschen im Schnitt um 06.35 Uhr aus den Betten. Die Nordrhein-Westfalen gehen indes am spätesten ins Bett - und zwar um 22.17 Uhr.

Frühaufstehen gilt immer noch als Tugend - kann aber auf Dauer richtig krank machen.

Am häufigsten Mittagsschlaf machen die Schleswig-Holsteiner (51 Prozent), am seltensten die Bremer (33 Prozent). Hamburg hat wiederum mit 17 Prozent den höchsten Anteil an Nacktschläfern. Den besten Schlaf insgesamt hat Bremen, das das Regionen-Ranking anführt, gefolgt von Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die Bremer sind nach eigener Einschätzung am zufriedensten mit ihrem Schlaf. Sie ruhen auch länger als der Durchschnitt.

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Bremer: Vorreiter im gesunden und entspannten Schlaf

Zudem hat die Hansestadt auch die wenigsten Einwohner mit nächtlichen Atemaussetzern, der sogenannten Schlafapnoe. Das spricht für einen entspannten Schlaf. Am schlechtesten wird in Bayern, Sachsen-Anhalt und Berlin geschlafen. Das Schlusslicht Berlin leidet unter dem Großstadtmalus.

Die größere Lärmbelästigung, höhere Außentemperaturen und der größere Arbeitsstress in den Metropolen wirken sich generell negativ auf den Schlaf aus. Mit 14 Prozent werden in keiner Stadt zudem so häufig finanzielle Sorgen als Grund für Schlafprobleme angegeben wie in Berlin. Bundesweit liegt der Wert bei acht Prozent.

Bedenklich: Die Bayern nehmen am meisten Schlafmittel, um zur Ruhe zu kommen

Aber auch Bayern scheint nicht besonders ausgeruht: Nirgendwo fühlen sich die Deutschen nach dem Aufwachen matter als im Freistaat. 43 Prozent der Bayern würden der Befragung zufolge gern länger schlafen - das ist bundesweit der höchste Wert. Die Bayern haben zudem den deutschlandweit höchsten Schlafmittelkonsum und auch den größten Anteil an Schnarchern.

Rund die Hälfte der Bayern legt sich oft oder zumindest gelegentlich tagsüber ins Bett - im Bundesdurchschnitt sind das 43 Prozent. Der Hauptgrund für den schlechten Schlaf ist für 28 Prozent der Deutschen Arbeitsstress. Bei den 40- bis 49-Jährigen sagt das sogar fast die Hälfte (46 Prozent). Wenig überraschend ist der Studie zufolge, dass gerade erwerbstätige Mütter aufgrund der Doppelbelastung den schlechtesten Schlaf haben.

Verblüffende Erkenntnis: Wer ständig müde ist, macht sich unbeliebt.

dpa

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