Dekubitus: Infoveranstaltung am Roten Kreuz Krankenhaus Kassel

Unterschiedliche Lebensabschnitte tragen verschiedene Herausforderungen an uns heran. So auch das Alter. Sobald wir jedoch nicht mehr im Stande sind, uns eigenständig um uns selbst zu kümmern, müssen fürsorgliche Menschen unsere Bedürfnisse richtig deuten.

Besonders dem Thema Dekubitus kommt in diesem Zusammenhang große Bedeutung zu. Um pflegende Angehörige zu informieren, veranstaltet das Rote Kreuz Krankenhaus Kassel die Patienten-Akademie „Dekubitus“.

Am Dienstag, 25. September, findet ab 17 Uhr im Roten Kreuz Krankenhaus Kassel (RKH) die Patienten-Akademie zum Thema „Dekubitus“ statt. Pflegende Angehörige und Interessierte können sich von der Wundexpertin des RKH, Frau Silvia Kraushaar, über Präventionsmaßnahmen und Behandlungsmöglichkeiten der Druckstellen informieren.

Dekubitus, eine Gewebeschädigung die durch Druck entsteht, ist ein allgegenwärtiges Problem und eine ständige Bedrohung bei der Pflege älterer Menschen. Durch das permanente Liegen können Druckgeschwüre entstehen, die für den Bettlägerigen im Verlauf zur fürchterlichen Qual werden. Häufig infizieren sich die Wunden sogar und machen operative Eingriffe notwendig. Den pflegenden Personen kommt folglich die Aufgabe zu, ein solches Wundliegen unbedingt zu vermeiden. Wichtige Aspekte sind hierbei die richtige Lagerung, die Mobilisierung und die Druckentlastung.

Inzwischen wird ein Drittel der deutschen Pflegebedürftigen zu Hause gepflegt. Da Angehörige in der Regel keine gelernten Pflegekräfte sind, ist es umso wichtiger, ihnen wertvolle Hinweise und Hilfsmittel mit auf den Weg zu geben. Für Ratsuchende ist hierbei erfahrenes Pflegepersonal der beste Ansprechpartner.

 „Es ist entscheidend den Angehörigen die Dekubitusprophylaxe ans Herz zu legen“, erläutert Wundexpertin Silvia Kraushaar. „Ist erstmal eine Druckstelle aufgetreten, stellt sie eine große Belastung für den Patienten, aber auch für den Pflegenden dar.“ So macht Dekubitus einen mehrmals täglichen Verbandswechsel notwendig. Zusätzlich können psychische Folgen des schwer zu behandelnden Leidens die Pflegesituation beeinträchtigen.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 25. September, von 17 bis 18.30 Uhr im Roten Kreuz Krankenhaus, Hansteinstraße 29 in Kassel in den Konferenzräumen I und II statt. Pflegende Angehörige und Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Rubriklistenbild: © RKH/nh

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