Deutschland braucht weniger Krankenhausbetten

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In Deutschland werden einer Studie zufolge künftig weniger Krankenhausbetten gebraucht. Das ergibt eine Analyse des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) im Auftrag der HSH Nordbank. Der Grund: Die Bevölkerung schrumpft.

Zwar würden vermehrt ältere Kranke eine Behandlung im Krankenhaus benötigen, doch werde das durch eine kürzere Behandlungszeit mehr als ausgeglichen. Dabei helfe auch der technische Fortschritt.

Unter dem Strich könne die Bettenzahl bis 2020 um 3,8 Prozent zurückgehen, 200 Krankenhäuser seien entbehrlich.

Zwischen 1991 und 2009 sei die Zahl der Krankenhausbetten um 24 Prozent und die Zahl der Krankenhäuser um 14 Prozent zurückgegangen. „Der Finanzierungsdruck auf das Gesundheitssystem bleibt dennoch erhalten“, sagte Henning Vöpel, einer der Autoren der Studie. Zwar sinke der jährliche Investitionsbedarf wegen fallender Bettenzahlen von derzeit 2,9 auf 2,7 Milliarden Euro. In den vergangenen Jahren habe sich aber ein Investitionsstau aufgebaut, der wiederum vermehrte Ausgaben erforderlich mache. So sei in Zukunft mit einem Bedarf an Investitionen von bis zu 3,4 Milliarden Euro jährlich zu rechnen.

Regional sehen die Hamburger Forscher stark unterschiedliche Entwicklungen voraus. In strukturschwachen Gebieten mit vielen alten Menschen seien weiter Krankenhäuser in öffentlicher Trägerschaft notwendig. Sie arbeiteten defizitär, seien aber Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Dagegen würden Krankenhäuser privatisiert, die privatwirtschaftlich rentabel betrieben werden könnten. In den vergangenen 18 Jahren sei der Anteil privater Krankenhäuser um 17 Prozentpunkte auf 32 Prozent gestiegen. (dpa)

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