Demenz Teil 2: Diagnose Demenz

Bei Anzeichen einer Demenzerkrankung ist der Hausarzt die erste Anlaufstelle. Mit einfachen Tests kann er feststellen, ob es sich um eine alterstypische Vergesslichkeit oder um eine schwerwiegende Beeinträchtigung des Gehirns handelt.

Allerdings sollte man sich auch nach einer Untersuchung nicht mit dem Hinweis auf das fortgeschrittene Alter und die „normale” Vergesslichkeit abfinden. Mit vielfältigen, durchaus unterhaltsamen Möglichkeiten lassen sich die Merkfähigkeit trainieren und die Gedächtnisleistung verbessern. Schließlich trägt ein gutes Gedächtnis zur Lebensqualität insgesamt bei.

Erhärtet sich der Verdacht auf eine Demenz, sollte eine Überweisung an einen Facharzt für Neurologie / Psychiatrie erfolgen. Günstig ist, wenn dieser über Erfahrungen in der Gerontopsychiatrie verfügt, einem Spezialgebiet der Psychiatrie, das sich den psychischen Erkrankungen im Alter widmet.

Das Stadium der Erkrankung wird festgestellt

Neben der Bestätigung der Diagnose kann vom Facharzt auch festgestellt werden, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist. Allerdings sind große Schwankungen bei der „Tagesform” typisch für Demenzerkrankungen. So kann die anregende Atmosphäre im Wartezimmer und die freundliche Haltung des Arztes die aktuelle geistige Leistung ebenso fördern, wie Angst vor dem Untersuchungsergebnis, eine starke Erkältung oder bereits eingenommene Medikamente das Gedächtnis beeinträchtigen.

Der Facharzt wird in Abstimmung mit dem Hausarzt die Möglichkeiten der Behandlung aufzeigen. Neben dem Einsatz von Medikamenten, die in ihrer Wirkungsweise individuell sehr unterschiedlich sind, gilt es, nichtmedikamentöse Hilfen zu erproben.

Training hilft

Hier können vor allem im frühen Stadium das gezielte Training des Gedächtnisses und die Teilnahme an Gesprächsgruppen bis hin zur psychotherapeutischen Behandlung wirksam sein. Viele Erkrankte profitieren von speziell auf sie ausgerichteten Angeboten der Kreativität und der Bewegung.

Informieren Sie sich über die Gerontopsychiatrischen Zentren in der Region Kassel

Alle Maßnahmen sollten jeden Leistungsdruck vermeiden, sich auf die vorhandenen Fähigkeiten konzentrieren und diese positiv verstärken. Die Gerontopsychiatrischen Zentren in der Region Kassel erstellen nicht nur eine Diagnose, sie vereinen auch unterschiedliche Therapie-Angebote. Dort können Angehörige Beratung und Anleitung in Anspruch nehmen. Zugang zum Gerontopsychiatrischen Zentrum erhalten die Patienten durch die Überweisung des Hausarztes oder eines niedergelassenen Facharztes. (nh)

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