Die Bûche de Noël: Vom Holzscheit zur Biskuitrolle

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Die Bûche de Noël - eine mit Buttercreme gefüllte Biskuitrolle soll an ein geweihtes Holzscheit erinnern. Es wurde früher in Frankreich zwischen Weihnachten und Silvester im Kamin verbrannt, um böse Geister abzuwehren. Foto: Sabine Glaubitz

Diese Süßspeise ist in Frankreich zu Weihnachten ein Muss: die Bûche de Noël. Die Biskuitrolle in Form eines Baumstammes gibt es mit vielen verschiedenen Füllungen. Sie soll an einen alten Brauch erinnern.

Paris (dpa) - Ob mit Schoko-, Himbeer-, Kastanien- oder Mangocreme gefüllt: Die Bûche de Noël darf in Frankreich an Weihnachten nicht fehlen. Hinter dem Namen verbirgt sich eine mit Buttercreme gefüllte Biskuitrolle in Form eines abgesägten Baumstamms.

Ursprünglich war das in Deutschland auch als Weihnachtsbaumstamm, Weihnachtsscheit oder Bismarckeiche bekannte Dessert mit einer Schoko-Buttercreme gefüllt. Heute gibt es die kulinarische Nachspeise in allen Varianten. Für Linienbewusste auch mit Eis oder Mousse.

Die Bûche de Noël kommt entweder am 24. oder 25. Dezember auf den Tisch. Ihr Brauch geht auf die kalten Nächte zwischen Weihnachten und Neujahr zurück. In den Kaminen ließ man ein geweihtes Holzstück verbrennen. Es wurde mit Wein übergossen oder Salz bestreut und sollte im neuen Jahr gegen Blitze und vor bösen Geistern schützen und eine gute Ernte bescheren.

Mit dem Siegeszug der modernen Heizung verschwanden die offenen Kamine und mit ihr die Tradition, die im 19. Jahrhundert in süßer Form wiederbelebt wurde.

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