Dermatologin verrät

Akne: Bei diesen fünf Warnsignalen sollten Sie dringend zum Arzt

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Wer auch noch im Erwachsenenalter unter Pickeln und Mitessern leidet, sollte sich an einen Hautarzt wenden.

Pickel, Mitesser und Unterlagerungen: Auch Erwachsene können darunter leiden. Eine Dermatologin erklärt, welche Warnsignale Sie aufhorchen lassen sollten.

Wer sogar noch mit über 30 mit einer unreinen Haut "gesegnet" ist, versucht dieser oft, mit einer Vielzahl von Hautpflegeprodukten beizukommen. Allerdings kann genau dieses Vorgehen fatal für die sensible Haut sein – und am Ende wird sie nur noch mehr gereizt. Das weiß auch die australische Dermatologin Dr. Natasha Cook.

Dermatologin erklärt: Zu häufiges Waschen und Peelings trocknet unreine Haut aus

"Der größte Fehler ist, zu oft oder mit Reinigungsschäumen und/oder -peelings das Gesicht zu reinigen." Aber nicht nur die Quantität, auch die Qualität der Inhaltsstoffe spielt eine gewichtige Rolle im Kampf gegen Erwachsenen-Akne. Stattdessen könne man Dreck und Bakterien, die für Entzündungen sorgen, auf schonendere Weise entfernen.

"Zu häufiges Waschen trocknet die Haut aus", erklärt Cook gegenüber der britischen Daily Mail. "Unsere Haut braucht aber Feuchtigkeit, damit die Enzyme, die die Haut regenerieren, arbeiten und eine Verstopfung der Poren verhindern können", so die Hautärztin weiter.

Wenn allerdings der Haut zu viel Feuchtigkeit entzogen werde, würde genau das Gegenteil passieren: Sie öle schneller wieder nach. "Die Haut produziert dann nur noch mehr Talg, um jenes zu ersetzen, dass Sie ihr entziehen. Das führt wiederum nur zu mehr Problemen", sagt Cook.

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Kein Alkohol, kein Parfüm: Milde Reinigung, Vitamin A und Salizylsäure gehen den Pickeln an den Kragen

Akne-Betroffene sollten sich daher besonders von Produkten fernhalten, die Benzoylperoxid enthalten. Diese würden die Hautbarriere weiter stören und Reizungen sowie trockene Stellen begünstigen. Stattdessen empfiehlt Dr. Cook, lieber zu nicht-schäumenden, milden Reinigungsprodukten zu greifen. Diese sollten weder Alkohol noch Parfüm enthalten, da sie als besonders irritierend gelten.

Außerdem rät sie zusätzlich zu AHA- und BHA-Prod ukten, welche auf sanfte Weise die Haut befreien sollen. Bei ersterem handelt es sich um eine Gruppe von Fruchtsäuren (darunter Glykolsäure, Zitronensäure, Apfelsäure, Weinsäure und Milchsäure), bei letzterem um Salizylsäure. "Diese helfen dabei, Mitesser und Eiterpickel zu entfernen und ihnen vorzubeugen", erklärt die Hautärztin.

Vorsicht: Das sagt die Stelle eines Pickels über Ihre Gesundheit aus.

"Meine liebste AHA-Säure ist Milchsäure, da sie noch sanfter als Glykolsäure ist. Vitamin B3, auch bekannt als Niacinamide, ist großartig, um die Talgproduktion zu kontrollieren sowie ein anti-entzündliches Antioxidans, das die Haut beruhigt und die Pickel-Heilung beschleunigt."

Die Dermatologin hat zudem noch einen weiteren Tipp: Sie schwört auf Vitamin A. Dieses könne dabei helfen, tote Hautzellen abzutragen. Schließlich empfiehlt sie eine leichte Tagescreme, die keinen öligen Film oder Rückstände auf der Haut hinterlässt, um die Haut stets durchfeuchtet zu halten.

Bei diesen fünf Warnsignalen sollten Sie bei Akne sofort einen Arzt zu Rate ziehen

Falls das allerdings alles nicht helfe, ist es ratsam, besser einen Hautarzt aufzusuchen. Besonders dann, wenn sich folgende Beschwerden zeigen:

1. Ihre Akne wird immer schlimmer, obwohl sie bereits milde Reinigungs-und Hautpflegeprodukte verwenden.

2. Sie haben zystische Akne. Dabei handelt es sich um Unterlagerungen tief in der Haut. Sie kann sogar zu Narben führen.

3. Bei Frauen: Akne, in Verbindung mit unregelmäßigen Perioden. Hier könnte ein hormonelles Ungleichgewicht die Ursache sein.

4. Akne, die Flecken auf der Haut hinterlässt.

5. Die Poren werden resistent und verstopfen immer weiter.

Lesen Sie auch: Vorsicht: Das sagt die Stelle eines Pickels über Ihre Gesundheit aus.

jp

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Heilerde zieht beim Trocknen Bakterien, Schadstoffe und Talk aus der Haut. Sie kann zum Beispiel bei Akne und Neurodermitis helfen. Foto: Franziska Gabbert
Heilerde zieht beim Trocknen Bakterien, Schadstoffe und Talk aus der Haut. Sie kann zum Beispiel bei Akne und Neurodermitis helfen. Foto: Franziska Gabbert © Franziska Gabbert
Heilerde besteht aus natürlichen Mineralien wie Silikat, Kalkspat, Dolomit und Feldspat. Foto: Andrea Warnecke
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Eine Gesichtsmaske ist die klassische Art, Heilerde anzuwenden. Man kann die Erde aber auch als Wickel nutzen. Foto: Franziska Gabbert
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Weniger bekannt, aber genauso hilfreich ist die innere Anwendung von Heilerde. Als Drink hilft sie wegen der Carbonatsalze gegen Sodbrennen, Verdauungsstörungen oder Magen-Darm-Erkrankungen. Foto: Andrea Warnecke
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Ob Sonnenbrand, unreine Haut oder Neurodermitis - die Anwendungsmöglichkeiten von Heilerde sind vielseitig. Foto: Franziska Gabbert
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