Reden tut gut – Digitale Hessische Selbsthilfetage vom 20.09. bis 01.10.2021

Wir laden Sie ein, das Thema Selbsthilfe mit all seinen Facetten näher kennenzulernen.
+
Wir laden Sie ein, das Thema Selbsthilfe mit all seinen Facetten näher kennenzulernen.

Ein Projekt der Landesarbeitsgemeinschaft Hessischer Selbsthilfekontaktstellen mit Angeboten aus Kassel

„Reden tut gut“ ist das Motto der Digitalen Hessischen Selbsthilfetage, zu der sich die 23 Selbsthilfekontaktstellen in Hessen unter der Federführung von KISS Kassel zusammengeschlossen haben. Da persönliche Begegnungen beim Selbsthilfetag in der Innenstadt in diesem Jahr coronabedingt nicht planbar waren, wurde die Vorstellung der Selbsthilfegruppen hessenweit ins Internet verlegt.

„Ich begrüße es sehr, dass die Selbsthilfe neue Wege nutzt, ihre Angebote bekannt zu machen, denn gerade in diesen Zeiten ist der Erfahrungsaustausch über den Umgang mit Erkrankungen und das Aufgefangen werden in einer Gruppe so wichtig“ so Ulrike Gote, Kasseler Stadträtin für Jugend, Gesundheit, Bildung und Chancengleichheit.

Filme über Heimkinder und Parkinson

Bei der Veranstaltungsreihe von Montag, 20. September, bis Freitag, 1. Oktober, können Interessierte online bei über 30 Veranstaltungen kostenfrei teilnehmen und das Thema Selbsthilfe und Gesundheit näher kennen lernen. Das gesamte Programm besteht aus kurzweiligen Formaten wie Comedy, Lesungen und Konzert in denen ernste Themen unterhaltsam aufgegriffen werden. Aus Kassel werden beispielsweise zwei Filme vorgestellt, die im Rahmen von Selbsthilfegruppen-Aktivitäten entstanden sind. Am Montag, 20. September, ab 18 Uhr geht es im Gespräch mit den selbst betroffenen Autoren um das Thema „Heimkinder“ der 50er bis 70er Jahre und die Folgen der damaligen Erziehungsmethoden. Über ein Parkinson-Tanztheater und das Leben mit Parkinson im Alltag informiert eine Onlineveranstaltung am Mittwoch, 29. September, ab 15 Uhr.

Mitmachen erwünscht

In Fachvorträgen über verschiedene Erkrankungen sowie Umgang mit psychischen Belastungen und Suchtproblemen wird das Erfahrungswissen Betroffener einbezogen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, sich per Chat mit Fragen zu beteiligen. Filme stehen in den zwei Wochen online auf Abruf bereit und können an einem Termin im Netz gemeinsam diskutiert werden. Workshops laden mit Bewegungsübungen zum Mitmachen ein.

Ein spezieller Programmteil richtet sich direkt an die Selbsthilfegruppen-Verantwortlichen mit Inputs von Fachleuten zur Gestaltung der Kommunikation in den Gruppen und zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch.

Themenvielfalt ist Programm

Im Rahmenprogramm erhält man zudem grundsätzliche Informationen über das, was Selbsthilfegruppen ausmachen. In einer Online-Podiumsdiskussion am Dienstag, 21. September, ab 16 Uhr geht es etwa um die Zukunft der Selbsthilfegruppen nach Corona und welche Art von Unterstützung sie benötigen.

Weitere Veranstaltungen gibt es zu folgenden Themen:

  • Stress-, Angst- und Krisenbewältigung
  • Post Covid und Chronisches Erschöpfungssyndrom
  • Yoga und Atemübungen
  • alles psychosomatisch?
  • Depression
  • Borderline
  • posttraumatische Belastungsstörung
  • sexueller Missbrauch
  • seltene und Tabu-Erkrankungen
  • Autismus
  • Demenz
  • Migräne und Kopfschmerz
  • Hirntumor
  • Lipödem
  • Alkoholsucht und Essstörungen
  • Patientenrechte

Plakat Selbsthilfe im PDF-Format

Das Programm ist barrierearm, eine Übersetzung in Gebärdensprache und schriftliche Untertitelung der Veranstaltungen wird angeboten. Die kostenfreie Anmeldung zu den Digitalen hessischen Selbsthilfetagen und weitere Informationen zu den Angeboten in Kassel sind auf www.kassel.de/selbsthilfe zusammengestellt.

Digitale Hessische Selbsthilfetage

Hintergrund:

Selbsthilfe-Kontaktstellen gibt es in fast jedem Landkreis und in den größeren Städten in Hessen. Ihre Aufgabe ist es, mit professionellen Fachberater*innen Menschen die Hilfeangebote von Selbsthilfegruppen und den Weg dorthin aufzuzeigen und die Selbsthilfegruppen in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit zu unterstützen. In Hessen gibt es landesweit etwa 6.000 Selbsthilfegruppen zu den Themen chronische Erkrankungen und Behinderungen, psychische Erkrankungen, Sucht und besondere Lebenslagen. Hier tauschen Betroffene und Angehörige Erfahrungen aus und unterstützen sich gegenseitig bei der Bewältigung der Lebenssituation. Sowohl das Angebot der Selbsthilfegruppen als auch das der Selbsthilfe-Kontaktstellen mit regelmäßigen Sprechzeiten zur Beratung, Unterstützung von Gruppen-Neugründungen und Fortbildungsangeboten für die Selbsthilfegruppen ist kostenfrei.

Über die Stadt Kassel:

Kassel ist mit etwa 205.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt in der Mitte Deutschlands. Rund 111.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte sind am Wirtschaftsstandort tätig. Gut 25.000 Menschen studieren an der Universität.

Kassel ist die Stadt der documenta, der weltweit bedeutendsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst, der Brüder Grimm und des UNESCO-Welterbes Bergpark Wilhelmshöhe mit dem Herkules, dem weithin sichtbaren Wahrzeichen der Stadt.

Rund 3.500 Menschen sind direkt bei der Stadtverwaltung beschäftigt. Zudem ist die Stadt an weiteren großen Unternehmen beteiligt, darunter die Gesundheit Nordhessen Holding sowie die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH mit dem Verkehrsunternehmen KVG und dem Energieversorger Städtische Werke AG.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.