Dennoch geht es ihr schlechter

Drama: Frau hat Lungenkrebs - und muss Baby abtreiben

Wie tragisch: Eine Frau leidet an Lungenkrebs - und entscheidet sich deshalb gegen ihr ungeborenes Baby. Dennoch scheint sie den Kampf zu verlieren.

Für Helen Nutter hätte es nicht schöner sein können: Ihr Leben schien perfekt. Sie hat einen liebevollen Ehemann, einen süßen Sohnemann und – war sogar wieder schwanger. Gemeinsam mit ihrer kleinen Familie freute sich die 32-Jährige über den neuen Nachwuchs – doch dann kam alles anders.

Als sie in der 14. Schwangerschaftswoche war, ging es ihr plötzlich immer schlechter, sie fühlte sich oft müde. Erst tat sie es als die üblichen Schwangerschaftssymptome ab – doch als sich die Beschwerden nicht besserten, machte sich auch ihr Mann Matt allmählich Sorgen: "Ihr Husten ging einfach nicht weg und wir hatten eigentlich geplant, an einem Montag in den Urlaub zu fahren. Deshalb ging Helen noch Sonntagnachmittag in ein medizinisches Versorgungszentrum im englischen Upton, um sich mehr Antibiotika zu holen."

Lungenkrebs - und gleichzeitig schwanger: Mutter erlebt Albtraum

Doch dort folgte dann der Schock: Die Ärzte glaubten, dass die Mutter eines Sohnes an etwas Schlimmeren leide. "Der Arzt war beunruhigt und hielt es für ein Blutgerinnsel. Deshalb wies er weitere Untersuchungen an und schickte sie zum Röntgen", erinnert sich Matt. "Sie stellten schließlich fest, dass sich Wasser in Helens Lunge gebildet hatte. Daher musste sie da bleiben und es folgten weitere Tests." Nach einer endlos scheinenden und zermürbenden Zeit, bekam Helen schließlich die Diagnose: Lungenkrebs.

Ein Schock für sie, die von Beruf Psychotherapeutin ist, und ihre kleine Familie. Aber auch Fassungslosigkeit darüber, warum es ausgerechnet die 32-Jährige getroffen hat: "Helen hat nie geraucht – sie hat noch nicht einmal eine Zigarette angerührt – und hat sich immer gesund ernährt. Die Diagnose traf uns daher völlig unvorbereitet", erklärt Matt gegenüber Dailymail. Doch die schwerste Entscheidung ihres Lebens musste Helen noch treffen: entweder eine Chemotherapie oder ihr ungeborenes Kind.

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Helen muss sich entscheiden - gegen das Ungeborene und für ihr Leben

Die Ärzte verweigerten nämlich eine Behandlung, solange sie schwanger war. "Es war zu gefährlich. Deshalb wollten die Ärzte keine Chemotherapie beginnen – außer, wenn sie abtreibe oder mindestens in der 20. Schwangerschaftswoche sei. Doch bis dahin waren es ja noch sechs Wochen", sagt der 35-Jährige. So lange konnte Helen allerdings nicht mehr warten – und war dennoch den Tränen nahe. "Es war schrecklich. Wir waren doch so glücklich, hatten einen zweijährigen Sohn und freuten uns auf den Familienzuwachs. Aber leider mussten wir uns dagegen entscheiden", so Matt. "Die Ärztin, mit der wir sprachen, erklärte uns nur knapp: 'Sie werden ihre Schwangerschaft nicht überleben, wenn sie sie jetzt nicht beenden.'"

Zwar holten sich die Nutters noch weitere Meinungen von Ärzten und Onkologen ein, doch auch sie bestätigten den Rat ihrer Kollegin. So entschied sich Helen gegen das Kind und begann die Behandlung. Zudem nahm sie Nahrungsergänzungsmittel ein und stellte ihre Ernährung um. Helen war entschlossen: Ihr kleiner Sohn Louie bedeutete ihr alles – und für ihn wollte sie um ihr Leben kämpfen. Und anfangs sah es auch so aus, als würde sie gewinnen: "Es lief alles richtig gut. Helen fühlte sich auch so – bis vor kurzem. Dann ging es bergab", so Matt traurig.

Trotz Chemotherapie: Helen geht es immer schlechter

Der Grund: Sie bekam Rückenschmerzen – doch nach einem CT-Check stellte sich schnell heraus: Der Krebs hatte bereits gestreut – und zwar nahe der Wirbelsäule. Sofort begannen die Ärzte erneut mit einer Strahlentherapie – und Helen wird bald nach Deutschland fliegen, um dort zusätzlich eine spezielle Immuntherapiebehandlung zu erhalten. Doch allmählich wird das Geld knapp. Daher sammelt Matt jetzt für seine Frau auf der Plattform justgiving.com Spenden – damit Helen noch weiter ein Teil seines und Söhnchen Louies Leben sein kann.

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jp

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Rubriklistenbild: © Facebook/Helen Nutter

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