Trends zeigen klare Entwicklung

Dritte Corona-Pandemiewelle: Krankenhausfälle gehen deutlich zurück – Patienten werden jünger

Intensivpflegerinnen versorgen auf der Intensivstation am Klinikum Braunschweig einen an Covid-19 erkrankten Patienten. Das RKI plant die Hospitalisierung als zusätzlichen Leitindikator einzuführen.
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Die Krankenhausfallzahlen sind während der dritten Corona-Welle zurückgegangen. Auch die stationären Behandlungen entwickelten sich rückläufig.

Die Fallzahlen in Niedersachsens Krankenhäuser sind in der dritten Corona-Pandemiewelle deutlich zurückgegangen. Doch die Covid-19-Patienten werden jünger.

Während der dritten Corona-Pandemiewelle verzeichneten die Krankenhäuser in Niedersachsen weitaus weniger Behandlungen. Auf allen Gebieten gingen die Fallzahlen zurück. Dagegen werden die Covid-19-Patienten und -Patientinnen immer jünger. Dies geht aus einem Bericht des Wissenschaftlichen Institus der AOK (WIdO) hervor. Hierbei wurden die Daten der stationär behandelten AOK-Versicherten analysiert. Auch die Erkältungen nehmen ab, Apotheken verkaufen weitaus weniger von diesen Medikamenten.

Dritte Corona-Welle: Covid-19-Patienten deutlich jünger

Auch die Daten der Covid-19-Erkrankten, die zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht wurden, zeigen einen deutlichen Trend. In den ersten beiden Pandemiewellen waren die Patienten und Patientinnen mit durchschnittlich 66,8 und 66,7 Jahren gleich alt. In der dritten Welle seit März 2021 ging der Altersdurchschnitt auf 61,0 Jahre zurück. Dagegen ging die Verweildauer im Krankenhaus zurück: Waren die Covid-19-Patienten in der ersten Welle noch durchschnittlich 14,1 Tage stationiert, so lag der Wert in der zweiten Welle bei 13,3 Tage und ging in der dritten Welle auf 11,7 Tage zurück.

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Krankenhäuser vermelden Fallzahlrückgänge während dritter Corona-Welle

Bei der Behandlung von Herzinfarkten, Schlaganfällen und planbaren Eingriffen gingen die Fallzahlen in der dritten Corona-Welle um 14 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019 zurück. Bei den ambulant-sensitiven Fällen – also Erkrankungen, die auch von niedergelassenen Ärzten behandelt werden können – brachen die Fallzahlen drastisch ein: Bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) um 45 Prozent im Vergleich zu 2019 und auch die Behandlungen von Diabetes gingen um 21 Prozent zurück. Die Rückgänge bei den planbaren Operationen sind dagegen nicht ganz so deutlich: So gingen Hüftimplantationen in der ersten Corona-Pandemiewelle noch um sage und schreibe 48 Prozent zurück, waren es in der dritten Welle nur noch zehn Prozent. (pm)

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