Drogenbericht der Bundesregierung

Designerdrogen im Trend - Junge saufen zu viel

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Ein Bar-Besucher (Archivbild).

Berlin - Extreme Summer, Fly Cherry oder Manga XXL - bunte Tütchen mit Designerdrogen sind vor allem bei jungen Männern beliebt. Viel mehr Männer und Frauen gefährden ihre Gesundheit aber mit Alkohol und Tabak.

Neue Designerdrogen sind in Deutschland bei vielen jungen Leuten gefragt. Alkohol und Tabak finden bei Minderjährigen und jungen Erwachsenen etwas weniger Anklang als früher. Aber es gibt viele, die sich absichtlich schnell mit hochprozentigem Alkohol betrinken. Und nach wie vor verursachen die legalen Suchtmittel Gesundheitsrisiken bei mehr Menschen als die illegalen. Das sind Trends im Drogen- und Suchtbereich der vergangenen Jahre in Deutschland. An diesem Mittwoch informiert die Bundesregierung in Berlin nun über aktuelle Entwicklungen.

Die Bundesdrogenbeauftragte Mechthild Dyckmans (FDP) stellt dafür den aktuellen Drogen- und Suchtbericht vor. Als Reaktion auf die Zunahme bei Designerdrogen hatte das Bundeskabinett erst kürzlich das Verbot von 26 Substanzen auf den Weg gebracht. Der Präsident des Bundeskriminalamts, Jörg Ziercke, hatte bereits vergangenen Monat gesagt: „Bei sogenannten Designerdrogen gibt es steigende Umsatzzahlen.“

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Die SPD-Drogenexpertin Angelika Graf forderte vor der Vorstellung des aktuellen Drogenberichts: „Die explodierenden Zahlen bei den neuen psychoaktiven Substanzen können nicht einfach so hingenommen werden.“ Die Bundesregierung unternehme zu wenig.

Bereits bekannt ist, dass es zuletzt weniger Drogentote gab. Im vergangenen Jahr starben 944 Menschen an übermäßigem Rauschgiftkonsum - so wenige wie seit 25 Jahren nicht mehr. Im Vergleich zum Jahr zuvor war dies ein Minus von vier Prozent. Niedriger als 2012 lag die Zahl der Drogentoten zuletzt mit 670 im Jahr 1988.

Auch wenn Männer mit 81 Prozent immer noch den größten Anteil an den rauschgiftbedingten Todesfällen haben - im Jahresvergleich nahm die Zahl der Frauen erstmals zu: um 33 auf 177.

Der Polizei fielen 2012 exakt 19.559 Konsumenten harter Drogen erstmals auf. Dies entsprach im Vergleich zu 2011 einem Rückgang um acht Prozent.

dpa

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