Unterschätzte Krankheit

Durchblutungsstörungen in Beinen

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Durchblutungsstörungen ( PAVK) in Beinen nehmen rasant zu.

Binnen eines Jahrzehnts ist die Zahl der an schweren Durchblutungsstörungen in den Beinen leidenden Patienten einer weltweiten Studie zufolge um fast ein Viertel gestiegen.

Binnen eines Jahrzehnts ist die Zahl der an schweren Während im Jahr 2000 noch 164 Millionen Menschen an der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) litten, waren es 2010 schon 202 Millionen, wie aus den am Donnerstag vom britischen Medizinjournal "The Lancet" veröffentlichten Ergebnissen hervorgeht. Der Studie liegen Untersuchungen in 34 Ländern zugrunde, denen zufolge sich die Krankheit vor allem bei Menschen mittleren Alters in Entwicklungsländern rapide ausgebreitet hat.

Die besagte Durchblutungsstörung - hervorgerufen durch verengte oder verstopfte Gefäße - kann das Herzinfarktrisiko nahezu verdreifachen und wird durch Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck und einen hohen Cholesterinspiegel begünstigt. Diagnostiziert wird pAVK vor allem bei älteren Menschen, wobei für die Zunahme an Erkrankungen neben der verlängerten Lebenserwartung auch häufiges Sitzen verantwortlich gemacht wird. Der Studie zufolge leben fast drei Viertel aller Betroffenen in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen, vor allem in Südostasien und den westlichen Pazifikstaaten.

Die Durchblutungsstörung sei "ein globales Problem im 21. Jahrhundert geworden und längst keine Krankheit mehr, die nur reiche Länder betrifft", sagte Studienleiter und Gesundheitsexperte Gerry Fowkes von der Universität Edinburgh. Gesundheitsbehörden müssten sich dringend Gedanken machen, wie sie das Problem angesichts der alternden Weltbevölkerung in den Griff bekommen wollen.

Krampfadern: Das sollten Sie wissen

Krampfadern
Makellose Beine sind ein Traum jeder Frau. Wer will schon blaue Stellen. Doch bei Frauen und auch bei Männern verändern sich im Laufe des Lebens die Venen. Krampfadern (Varizen) können entstehen.  © obs medi GmbH & Co.KG
Venenschwäche
Bewegungsmangel, Übergewicht und "Stehberufe" begünstigen die Entwicklung von Krampfadern. Für die Venenklappe in den Beinen ist das nämlich Schwerstarbeit. Kleine bläuliche Besenreiser unter der Haut sind erste Anzeichen einer Venenschwäche. © BGW
Die Beine fühlen sich schwer an, sind angeschwollen, kribbeln oder jucken, Wadenkrämpfe stören den Schlaf. Diese Symptome treten auf, wenn sich das Blut in den Beinen staut, weil die Venen mit dem Rücktransport zum Herzen überlastet sind. © obs Junge Hansa
Schließen die Venenklappen nicht mehr richtig, versackt das Blut in den Beinen. Die Folge: Die Venen leiern aus, es kommt zu Krampfadern. © obs medi Bayreuth
Flugreisen sind für Menschen mit Venenerkrankungen problematisch. Durch langes Sitzen mit angewinkelten Beinen wird der Blutfluss in den Venen langsamer. Es lauert die Gefahr einer Venenentzündung oder Thrombose. Die schwerste Komplikation bei einer tiefen Beinvenenthrombose ist die Lungenembolie. © obs
Wer lange sitzt sollte jede halbe Stunde die Füße im Fußgelenk zehnmal auf und ab bewegt und im Kreis gedreht werden. Außerdem raten Experten möglichst oft aufzustehen, umherzugehen und Kompressionsstrümpfe zu tragen.  © obs medi Bayr euth
Medizinische Kompressionsstrümpfe verringern den Durchmesser der Beinvenen. Die innenliegenden Venenklappen schließen wieder, das Blut fließt besser und schneller zum Herzen. © obs medi GmbH
Bei Venenleiden, wie schweren, müden Beinen, Krampfadern oder nach einer Thrombose, sind medizinische Kompressionsstrümpfe die Basistherapie. © obs mediven
Je nachdem wie weit stark die Krampfadern sind, können sie operativ behandelt werden: Veröden, Verschweißen oder Ziehen sind mögliche Therapien. Beim Veröden wird ein Wirkstoff direkt in die Vene gespritzt. Sie entzündet sich, verschließt sich und wird vom Körper abgebaut. © dpa
Beim Verschweißen wird eine Spezialfaser in die Vene eingeführt und per Radiowellen oder per Laserstrahlen erwärmt. Sie sterben ab und werden innerhalb von einigen Monaten abgebaut. Allerdings muss der Patient die Behandlung selbst bezahlen. Pro Stammvene kostet das rund 1300 Euro. © obs
Als beste und älteste Methode, Krampfadern beizukommen, gilt das Venenstripping. Dabei werden die kranken Venen minimalinvasiv und bei örtlicher Betäubung aus dem Bein gezogen. Welches Verfahren besten geeignet ist sollten Sie mit einem Facharzt für Venenleiden, dem Phlebologen, abklären. © obs
Tanzen, Laufen, Beine hochlegen - alles was den Abfluss in den Venen fördert, ist gut für die Beine. © dpa
Kneipp-Bund e.V.
Kalte Wassergüsse beschleunigen den Blutfluss in den Venen und regen den Kreislauf an. Regelmäßige Fußbäder fördern das Wohlbefinden, härten ab und können Krampfadern vorbeugen. © Kneipp-Bund e.V.

AFP

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