Überraschende Studie

Durchbruch in der Forschung: Steht die Heilung von HIV bald an?

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Über HIV ist noch wenig bekannt. Doch US-Forscher wollen nun eine Therapiemöglichkeit gefunden haben.  

US-Forschern soll es gelungen sein, Tiere vom gefährlichen Virus komplett zu heilen – mit einer ungewöhnlichen Methode sorgen sie für eine Sensation.

Diese Studie könnte die gesamte HIV-Forschung auf den Kopf stellen: US-Forscher haben das scheinbar Unmögliche geschafft - sie haben zum ersten Mal in Versuchstieren das HI-Virus zur Strecke gebracht.

Studie an Mäusen: HIV-Viren konnten mit dieser Methode zerstört werden

In einer Mitteilung erklären die Forscher, dass sie Mäusen menschliche Immunzellen mit HIV-1 transplantiert und sie dann mit dem Virus infiziert hätten. Mit dem Ziel, das Erbgut anschließend so zu verändern, dass die Tiere sich schnell wieder davon erholen können. Die US-Forscher der Lewis Katz School of Medicine an der Temple University und der University of Pittsburgh gaben an, dabei die innovative CRISPR/Cas9-Methode angewandt zu haben.

Hierbei dient ein g entechnischer Mechanismus, Immunzellen gegen gefährliche Viren widerstandsfähig zu machen, damit sich letztere nicht weiter vermehren - und um so schließlich einer Entzündung des Immunsystems vorzubeugen.

Bereits ein Jahr zuvor hat es dasselbe Team um Studienleiter Dr. Wenhui Hu der LKSOM bereits geschafft, HIV-1 aus dem Erbgut des Großteils des Gewebes zu entfernen. Nun ist es ihnen gänzlich gelungen: "Unsere neue Studie ist nun um einiges repräsentativer", ergänzt Hu.

Studie: Veränderung des Erbguts zur Bekämpfung von HIV-Viren

"Wir haben die Daten unserer letzten Studie einmal mehr bestätigen und sogar die Wirksamkeit unserer Methode zur Veränderung von Erbgut verbessern können. Zudem konnten wir aufzeigen, dass die Methode in zwei weiteren Mäusegruppen erfolgreich war – eine, in der eine akute Infektion in den Mäusezellen wütet und eine andere, in der eine chronische Entzündung in den menschlichen Zellen schlummert.“

Dazu teilte das Team Mäuse in drei Gruppen ein. In der ersten infizierten sie die Mäuse mit dem HIV-1-Virus. Die zweite wurde mit einem schweren Fall von EcoHIV (einem Virus-Äquivalent von Mäusen zum menschlichen HIV-1) angesteckt und der dritten Gruppe wurden schließlich menschliche Immunzellen gespritzt, die mit HIV-1-Viren verseucht waren. Diese verstecken sich generell in den T-Zellen und können daher nur schwer entdeckt werden.

Therapie: Kann HIV auch beim Menschen bald geheilt werden?

In allen drei Gruppen konnten sie durch die einmalige Nutzung der CRISPR/Cas9-Methode trotz unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade etwa 95 Prozent der Viren aus den Geweben und Organen der Mäuse entfernen.

Dieses großartige Ergebnis spornt das Team um Dr. Hu nun weiter an, die ersten Versuche an Primaten durchzuführen. Wenn auch diese klappen, ist laut Dr. Hu "unser langfristiges Ziel, eine erste klinische Studie beim Menschen durchzuführen", in greifbarer Nähe.

Tragisch: Dieser Betroffene schildert sein schweres Leben mit dem HI-Virus.

Von Jasmin Pospiech

Mit einer Stammzellspende Leben retten

Um sich als Spender zu registrieren, muss man zunächst eine Gewebeprobe ins Labor schicken. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Um sich als Spender zu registrieren, muss man zunächst eine Gewebeprobe ins Labor schicken. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn © Franziska Gabbert
Im Labor werden die Gewebeproben der potenziellen Spender analysiert. Die Merkmale werden in einer Datenbank gespeichert. Foto: DKMS/dpa-tmn
Im Labor werden die Gewebeproben der potenziellen Spender analysiert. Die Merkmale werden in einer Datenbank gespeichert. Foto: DKMS/dpa-tmn © DKMS
Passen die eigenen Stammzellen zu denen eines Patienten, der eine Spende benötigt, werden die Stammzellen meist wie bei dieser Spenderin über das Blut entnommen. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn
Passen die eigenen Stammzellen zu denen eines Patienten, der eine Spende benötigt, werden die Stammzellen meist wie bei dieser Spenderin über das Blut entnommen. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn © Henning Kaiser
Bevor ein Spender für die eigentliche Spende in die Praxis kommt, muss er sich fünf Tage lang zwei Mal täglich selbst ein Medikament spritzen. Es regt die Bildung von Blutstammzellen an. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn
Bevor ein Spender für die eigentliche Spende in die Praxis kommt, muss er sich fünf Tage lang zwei Mal täglich selbst ein Medikament spritzen. Es regt die Bildung von Blutstammzellen an. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn © Henning Kaiser
Wird jemand zur Spende gebeten, werden wie hier in einer Praxis der Cellex Medical Service GmbH in Köln mit einer speziellen Maschine Stammzellen aus seinem Blut gefiltert. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn
Wird jemand zur Spende gebeten, werden wie hier in einer Praxis der Cellex Medical Service GmbH in Köln mit einer speziellen Maschine Stammzellen aus seinem Blut gefiltert. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn © Henning Kaiser
Über 7,2 Millionen potenzielle Stammzellspender - hier beim DKMS in Köln - sind in Deutschland registriert. Die Spende erfolgt in 80 Prozent der Fälle ambulant. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn
Über 7,2 Millionen potenzielle Stammzellspender - hier beim DKMS in Köln - sind in Deutschland registriert. Die Spende erfolgt in 80 Prozent der Fälle ambulant. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn © Henning Kaiser

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