Eine neue Heimat für Demenzkranke

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Blick auf das Haus Herrenwiese: Zwischen dem Seniorenheim und der Bundesstraße 248, die auf dieser Ansicht von Süden auf der linken Seite zu finden ist, wird das Zentrum für Demenzkranke entstehen.

In Echte soll für 52 Senioren, die an Demenz leiden, ein neues Zentrum entstehen. Hintergrund: Demenz wird immer mehr zur Volkskrankheit.

Deshalb bekommt Altenheimbetreiberin Eleonore Denecke aus Echte immer stärker Anfragen für ihre kleine Demenz-Abteilung. „Ich muss vielen Leuten absagen“, sagt Denecke. Deshalb soll nun zwischen dem bestehenden Haus Herrenwiese und der Bundesstraße 248 in Echte das neue Zentrum entstehen.

Aussehen wie eine große Acht

Die Bewohner, die psychisch krank beziehungsweise an Demenz leiden, werden alle in Einzelzimmern wohnen. In Echte soll ein Konzept umgesetzt werden, das es bislang nur an vier Stellen in Deutschland gibt.

Es bietet den Bewohnern ein großes Maß an Bewegungsfreiheit im Innen- und Außenbereich. Das Haus wird von oben wie eine große Acht aussehen und zwei miteinander verbundene Rundgänge haben, an denen ringsherum die Einzelzimmer liegen. Gleichzeitig wird es kleine Einheiten geben, damit sich die Bewohner besser zurechtfinden können.

Denecke übernimmt das Konzept schlüsselfertig von einem Betreiber aus der Nähe von Köln. Das Haus wird auch über begrünte Innenhöfe mit Sitz- und Verweilmöglichkeiten sowie über eine weitläufige Gartenanlage mit Kommunikations- und Rückzugsmöglichkeiten verfügen.

Denecke geht davon aus, dass der Startschuss für das Projekt voraussichtlich Mitte kommenden Jahres fällt. Bis dahin sind noch einige Planungsarbeiten notwendig. Unter anderem muss der Gemeinderat einer erforderlichen Änderung des Flächennutzungsplanes zustimmen.

Teich für Löschwasser

Das neue Haus wird wahrscheinlich Anfang 2012 eingeweiht. Außerdem wird ein neuer Teich gebaut, damit die Löschwasserversorgung sichergestellt ist. Zudem plant Denecke in dem neuen Demenz-Zentrum einen kleinen Hort für die Kinder der Mitarbeiterinnen ihrer Einrichtung.

Doch auch am bisherigen Haus Herrenwiese sind noch Veränderungen geplant: So wird Anfang Januar an den bestehenden Speisesaal ein Wintergarten als Cafeteria in Fertigbauweise angebaut.

Wenn das neue Zentrum fertig ist, soll aus der bisherigen kleinen Demenzstation für zehn Senioren ein Hospiz für fünf Bewohner werden. Derzeit sind im Haus Herrenwiese etwa 30 Mitarbeiter beschäftigt. Hinzu kommen über ein Dutzend Beschäftigte im Seniorenheim Auetal in Willershausen.

Name gesucht

Das neue Demenzzentrum in Echte, für das mit einem Wettbewerb auch noch ein Name gefunden werden soll, wird laut Denecke nach dem Endausbau etwa 35 Mitarbeiter haben. (bsc)

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