Ehec-Panik: Jeder Zweite ändert sein Essverhalten

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Fast die Hälfte der Deutschen hat einer Studie zufolge ihr Konsum- und Essverhalten wegen der grassierenden Ehec-Epidemie geändert. Die meisten von ihnen reinigen laut einer repräsentativen TNS Emnid-Umfrage Obst und Gemüse gründlicher als zuvor.

Von den Befragten, die ihr Verhalten geändert haben, gaben sogar drei Viertel an, rohes Gemüse komplett vom Speiseplan gestrichen zu haben.

Wer nicht komplett auf rohes Gemüse verzichtet, der achtet der Studie zufolge zumindest verstärkt auf die Herkunft der Ware. Allerdings scheint auch die vorsichtigere Hälfte der Deutschen keine dauerhaften Konsequenzen aus Fällen wie Ehec oder Schweinegrippe zu ziehen. So zeigt die Umfrage, dass etwa ein Drittel der Befragten sein Verhalten nur so lange ändert, bis die Gefahr vorüber ist. Lediglich 14 Prozent ändern dauerhaft etwas an ihren Gewohnheiten.

Geschlecht und Alter scheinen überdies einen Einfluss auf den Umgang mit dem Ehec-Ausbruch zu haben. Während mehr als die Hälfte der befragten Frauen angab, ihr Verhalten geändert zu haben, war es bei den Männern gerade einmal ein Drittel. Auch scheinen sich Menschen bis zu einem Alter von 30 Jahren durchschnittlich deutlich weniger Gedanken darüber zu machen als ältere Generationen.

Für die Studie wurden am 3. und 4. Juni mehr als 1000 Personen befragt. (dapd)

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