Einfach Leben retten

Am Freitag, 14. Juni, ist Weltblutspendetag. Auch in unserer Region werden regelmäßig Blutkonserven benötigt. Momentan reicht die Spendenbereitschaft lediglich aus, um den akuten Bedarf zu decken. 

"Gerade einmal vier Prozent der Bevölkerung spendet Blut", sagt Dr. Matthias Eberhardt vom Blutspendezentrum in Kassel. Jede gesunde Person im Alter von 18 bis 68 Jahren kann Blut spenden. Neuspender müssen sich zunächst einer Voruntersuchung unterziehen. Diese besteht aus einer ausführlichen Befragung, einer ärztlichen Untersuchung und zahlreichen Laboruntersuchungen.

"Einige Tage nach dieser Voruntersuchung können die Spendewilligen erstmalig in unserem Blutspendezentrum Blut spenden, sofern die Voruntersuchung keine Auffälligkeiten ergab", erklärt Eberhardt. 

Wie viele Spenden benötigt man, um ein Leben zu retten?

  • Adjuvante Krebstherapie: bis zu 8 Spenden/Woche
  • Herz-Bypass: zwischen 1 und 5 Spenden
  • Transfusion nach einem Verkehrsunfall oder bei einer Schusswunde: bis zu 50 Spenden
  • Lebertransplantation: bis zu 100 Spenden
  • Transplantation anderer Organe: bis zu 10 Spenden
  • Gehirnoperation: zwischen 4 und 10 Spenden
  • Richten einer gebrochenen Hüfte oder Arthroplastie (künstliches Gelenk): zwischen 2 und 5 Spenden.

Gerade bei der ersten Spende sollte man etwas mehr Zeit einplanen. Im Regelfall dauert eine Blutspende eine Viertelstunde, für eine Plasmaspende sollten etwa 45 Minuten eingeplant werden. Die Aufnahmeformalitäten dauern etwa 10 bis 20 Minuten.

Man sollte nie mit leerem Magen zur Spende kommen. Am besten ist es, wenn man ungefähr zwei Stunden vorher etwas isst - fettarm - und außerdem reichlich trinken - natürlich alkoholfrei. Nikotin- und Kaffeegenuss sollte vermieden werden.

Eine Blutspende ist prinzipiell freiwillig und unentgeltlich. "Anderen Menschen zu helfen, zahlt sich immer aus", sagt Eberhardt. Wer Blut spendet, rettet Leben und leistet einen Beitrag zur Gesundheit seiner Mitmenschen. Denn aus Blut und Plasma entstehen viele lebenswichtige Medikamente. Da weder Blut noch Plasma künstlich hergestellt werden können, sind viele kranke Menschen nach wie vor auf gesunde Spender angewiesen. (blutspendezentrum/bzga/nh)

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.