Formel 1: Schwerstarbeit für den Rücken

Zuerst erregten nach dem Formel-1-Rennen in Abu Dhabi Bilder die Aufmerksamkeit, die Fernando Alonso mit Halskrause und fixiert auf einer Trage zeigten.

Zwar handelte es sich nur um eine Vorsichtsmaßnahme, nachdem es fast zu einem Unfall gekommen war, doch hier zeigten sich die enormen Kräfte, welche auf die Formel-1-Piloten einwirken.

Nun gab Kimi Räikkönen gestern bekannt, die aktuelle Saison vorzeitig zu beenden, um sich einer Rückenoperation zu unterziehen. Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde und Präsident der deutschen Wirbelsäulenliga, erklärt, welchen Einfluss Formel-1-Rennen auf die Wirbelsäule haben: „Beim Rennen wirken Fliehkräfte von bis zu 5 G auf den Fahrer und dessen Kopf und Nacken. Besonders stark zeigen sich diese beim Starten, Bremsen und in den Kurven.

Doch nicht nur die Fliehkräfte, auch der Windeinfluss im offenen Cockpit und der Helm beanspruchen den Nacken. Kommt es zu abrupten Ausweichmanövern wie bei Alonso oder gar einem Unfall, erhöht sich die Belastung um ein Vielfaches. In der Folge kann es zu Verletzungen der Bänder, Knochen- oder auch Nervenstrukturen an der Wirbelsäule kommen.

Aus diesem Grund ist eine gut trainierte Nackenmuskulatur bei Formel-1-Fahrern enorm wichtig. Um den extremen Belastungen standzuhalten, müssen vordere, hintere und schräge Halsmuskulatur gleichermaßen aufgebaut werden.

Die gute Nachricht: Dank moderner Behandlungsmethoden an der Wirbelsäule bedeutet selbst eine Rückenoperation kein Karriereende mehr. Ich bin daher sicher, dass wir Kimi Räikkönen pünktlich zum Start der nächsten Saison wieder im Ferrari sitzen sehen.“ (www.orthopäde.com/nh)

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