Eisenmangel: Häufig trifft es Frauen und Vegetarier

Eisen ist ein lebenswichtiges Mineral: Es ist die Grundlage für die Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin, der für die Sauerstoffversorgung der Körperzellen verantwortlich ist.  "Eisenmangel kann deshalb vielseitige und belastende Folgen haben", sagt Thomas Assmann vom Deutschen Hausärzteverband.

Eisenmangel gilt weltweit als häufigste Mangelerscheinung. In Deutschland sei die Gefahr bei einer normalen, ausgewogenen Ernährung jedoch relativ gering: "Doch es gibt Personengruppen, die überproportional häufig betroffen sind", erklärt der niedergelassene Hausarzt aus Lindlar. Dazu gehören zum Beispiel Menschen mit einer einseitigen Ernährung: "Veganern oder Vegetariern fehlen wichtige Eisenlieferanten wie rotes Fleisch oder Milchprodukte." Auch stillende Mütter müssten häufig Eisen künstlich zuführen. Das gelte ebenso für Frauen mit einer starken Menstruation: "Durch den hohen monatlichen Blutverlust kann ein chronischer Eisenmangel entstehen."

Dieser sei häufig "nicht auf den ersten Blick diagnostizierbar, da die Symptome sehr vielfältig ausfallen können: "Manche Menschen sind extrem müde oder fühlen sich nicht so leistungsfähig wie sonst." Auch eine ungewohnte Blässe, sehr weiße Augen oder Haarausfall können Indizien für einen Eisenmangel sein. In sehr seltenen Fällen könne auch eine Eisenverwertungsstörung der Grund sein, die zwingend therapiert werden müsse. Assmann empfiehlt: "Vegetarier und andere Menschen mit einer einseitigen Ernährung sollten den Eisenwert generell im Blick behalten und gegebenenfalls in Absprache mit dem zuständigen Hausarzt mit Nahrungsergänzungsmitteln ausgleichen." (dapd)

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