Mythos zerstört

Eklig! Warum wir rote Augen im Schwimmbad bekommen

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Tauchen Sie in einem öffentlichen Schwimmbecken lieber mit Brille unter.

Jeder kennt sie wohl: die roten Augen nach einem Besuch im Schwimmbad. Wer glaubt, Chlor im Wasser sei der Grund dafür, liegt komplett daneben. Aber die Wahrheit ist auch besonders eklig. 

Dass fiese Bakterien und Keime in öffentlichen Schwimmbecken wimmeln, ist bekannt. Um das Wasser sauber zu halten, kippen Bademeister Chemikalien wie Chlor ins Wasser. Die Chemie im Pool tötet üble Krankheitserreger ab, bevor sie sich vermehren.

An den roten gereizten Augen nach dem Schwimmbadbesuch ist das Chlor allerdings nicht schuld, sondern Urin, wie die US-Gesundheitsbehörde Disease Control and Prevention (CDC) in einem aktuellen Bericht schreibt. Vielen Badenixen ist das kaum bewusst.

Wer Wasser schluckt oder ohne Schwimmbrille seine Bahnen krault, glaubt gern, dass Chlor alle ekligen Stoffe im Beckenwasser beseitigt. So hält sich der Mythos, dass Chlor die Augen reizt.

Pippi, Schweiß oder Hautschuppen

Dabei stammen die roten Augen allein von dem sogenannten Trichloramin. Der Stoff entsteht, wenn Kinder ins Wasser pinkeln oder Badegäste ungeduscht untertauchen - Chlor im Beckenwasser mit Harnstoff von Urin, Schweiß oder Hautschuppen in Kontakt kommt. Er ist übrigens für den typischen stechenden Hallenbadgeruch verantwortlich.

Wem es nach dieser Nachricht immer noch nicht vor einem Besuch in einem öffentlichen Schwimmbad graust, für den hat die CDC auf ihrer Webseite auch gleich ein paar Tipps parat. Wer Durchfall hat, sollte sich allerdings unbedingt vom Wasser fernhalten.

Badehose, Bikini & Co.: Die schlimmsten Sünden an Strand und Pool

Strand Blondiene
Strandschönheiten aufgepasst! Im Sommerurlaub haben Frauen und Männer oft ähnliche Probleme: Wir müssen die Hüllen fallen lassen und unsere Alltagsklamotten in Badehose und Bikini tauschen. Was einfach klingt, geht manchmal schief. Die schlimmsten Sünden am Strand und Pool. © dpa
String Bikini
Nahtlose Bräune? Frauen sollten lieber auf oben ohne verzichten. Laut einer Umfrage von lasteminute.de finden 56 Prozent der Frauen oben ohne bei ihresgleichen ein No-Go. Ein String ist bestimmt Geschmackssache. Oft genügt wohl ein Blick in den Spiegel. © dpa
Bikini Strand
Kaum überraschend sehen es die Herren der Schöpfung weit weniger kritisch als Frauen, wenn diese sich eher knapp bekleidet in die Sonne legen oder in die Fluten werfen: bei Männern findet dies bei nur 37 Prozent keinen Anklang. Der String für den Mann ist ein absolutes Tabu. Auch übertrieben knackig sitzende Hosen sind für keinen eine Augenweide (48 Prozent der Frauen, 49 Prozent der Männer).  © dpa
Mit dem Herz-König Outfit sind Schwimmprofis zwar auf 50 Meter im Schnitt zwei Sekunden schneller, doch die Herzen der Damen lassen sich dabei kaum gewinnen. Sieben Prozent mögen keine knappen Badehosen ... © dpa
... selbst wenn das gute Stück die Handschrift eines Designers trägt.  © dpa
Sicherlich finden echte Kumpels das Borat-Badekostüm wahnsinnig lustig, aber leider feierte der Film mit Sacha Baron Cohen 2006 Premiere und das ist nun schon einige Jahre her, oder?! © dpa
Mankini
Die Modewelt lobte den Mankini. Der Einteiler ist aber weder Bikini noch Badeanzug. Männern (39 Prozent) gucken bei sowas lieber weg. 43 Prozent der Frauen halten das Schwimmoutfit für entbehrlich. © dpa
Füße Sand Strand
Keine Gnade gibt es auch für ungepflegte Füße. Wobei Männer hier mit sich weniger hart ins Gericht gehen. (Frauen 30 Prozent, Männer 20 Prozent) © dpa
Weiße Socken
Der weiße-Socken-in-Sandalen-Träger stirbt angeblich aus. Es werden aber immer noch welche gesehen. 53 Prozent der Männer und 47 Prozent der Frauen verabscheuen diese Kombi. © dpa-gms-tz
Haarige Aussichten: Der natürliche Look, wie hier von Robbie Williams sorgt auf Partys immer wieder für Diskussionen. Ein Pelz auf dem Rücken stört laut einer Umfrage von lasteminute.de nur 11 Prozent der Frauen (Männer sechs Prozent). © dpa
Beine Sommer
Bei Frauen ist der Sommer dagegen glatt: Unschön sind unrasierte Achseln (38 Prozent) und Beine (17 Prozent).   © dpa
Übrigens finden die Deutschen, dass ihre Landsleute im Urlaub am schlechtesten gekleidet sind. Dann folgen die Briten und die Russen. © dpa

ml

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