Elisabeth-Krankenhaus erhält Qualitätssiegel

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Andreas Hahn (Gruppenleiter AOK), Dr. Uwe Behrmann  (Ärztlicher Direktor Elisabeth-Krankenhaus), Albin  Zimmermann  (Geschäftsführer Elisabeth-Krankenhaus)

Erfreuliche Auszeichnung für die das Elisabeth-Krankenhaus in Kassel. Es wurde heute für herausragende Ergebnisse im Bereich Oberschenkelhalsfraktur mit dem neuen Krankenhaus-Qualitätssiegel der AOK Hessen ausgezeichnet.

Menschen, die an Hüft- beziehungsweise Kniegelenken, am Oberschenkel oder der Gallenblase operiert werden müssen, erhalten auf der Internetseite der AOK auf Basis der Weissen Liste aussagekräftige Informationen über die tatsächlichen Behandlungsergebnisse von Kliniken. 

Gute Heilergebnisse

„Für uns ist das Qualitätssiegel eine Bestätigung und ein Ansporn. Wir wollen auch weiterhin unsere Patienten mit den besten und schonendsten Methoden behandeln. Dabei sorgt das gute Zusammenspiel von Ärzten, Pflege, Seelsorge und Sozialdienst nicht nur für zufriedene Patienten, sondern ermöglicht eben auch so gute Heilergebnisse“, sagt Dr. Uwe Behrmann, Unfallchirurg und ärztlicher Direktor des Elisabeth-Krankenhauses anlässlich der Übergabe des Qualitätssiegels durch Vertreter der AOK Hessen.

„Wir haben außerdem hervorragend in der Patientenbefragung PEQ abgeschnitten. Dass die Patienten sich bei uns so gut versorgt fühlen, macht uns besonders stolz“, freut sich der Geschäftsführer des Elisabeth-Krankenhauses, Albin Zimmermann.

Besondere Bedeutung haben die Ergebnisse auch deshalb, weil sie auf einer breiten Datengrundlage beruhen. Die AOK Hessen versichert rund 40 Prozent aller Krankenhaus-Patienten. Insofern sind die Daten besonders aussagekräftig. Die große Bedeutung einer sorgfältigen Auswahl des Krankenhauses unterstrich Andreas Hahn von der AOK: „Örtliche Nähe ist kein gutes Auswahlkriterium für ein Krankenhaus. Mündige Patienten brauchen für ihre Entscheidung stattdessen fundierte Informationen. Wie gut arbeitet ein Haus? Wie hoch ist die Komplikationsrate? Diese Daten liefern wir ihm sowohl mit dem Krankenhausnavigator als auch mit unserem neuen Qualitätssiegel.“

Abrechnungsdaten als Grundlage

Grundlage des Krankenhausnavigators sind Daten, die nach dem QSR-Verfahren (QSR = Qualitätssicherung der stationären Versorgung mit Routinedaten) ermittelt wurden. Das Besondere an QSR ist die konsequente Berücksichtigung aller Krankenhausbehandlungen eines Patienten bis zu einem Jahr nach dem ersten Eingriff.

Zur Berechnung der Qualitätsindikatoren werden Abrechnungs- beziehungsweise Routinedaten verwendet. Solche Routinedaten von Patienten übermitteln Krankenhäuser automatisch an die Krankenkassen, um eine Behandlung in Rechnung zu stellen. Einen Teil dieser Daten werten Statistiker für bestimmte Krankheitsbilder in anonymisierter Form aus und analysieren Art und Anzahl der aufgetretenen Komplikationen während und nach dem Krankenhausaufenthalt von Patienten.

Zudem sorgt ein aufwändiges statistisches Verfahren für einen fairen Krankenhausvergleich. Vorteil: Die Daten sind objektiv und beruhen nicht auf den Qualitätsberichten, die von den einzelnen Häusern selber erstellt werden. Die QSR-Analysen werden dabei kontinuierlich weiterentwickelt.

Langfristige Betrachtung

Ein großes Plus des AOK-Krankenhausnavigators ist dessen Langfristigkeit. „Gängige Qualitätsberichte erfassen nur den Zeitraum des stationären Aufenthalts. Mithilfe der QSR-Daten können wir die Patienten weiter verfolgen, auch lange nach der Entlassung. Wenn also jemand zum Beispiel wegen einer infizierten OP-Narbe in ein anderes Krankenhaus eingewiesen wird, fließt das in den Navigator ein“, erläutert Hahn. Damit hätten die Patienten jetzt ganz neue Möglichkeiten, wenn es um die Beurteilung der Versorgungsqualität geht.

http://weisse-liste.krankenhaus.aok.de/

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