Enlastungsangebote nutzen

Knapp drei Viertel aller pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause betreut – meist von Familienangehörigen. Da sie oftmals auch noch berufstätig sind und eine eigene Familie haben, brauchen sie zeitweise Entlastung.

„Um die Pflege-Aufgabe bewältigen zu können, daneben Zeit für die eigenen Belange zu haben und neue Kräfte zu schöpfen, sind regelmäßige Pflege-Auszeiten enorm wichtig“, erklärte Georg Abel, Bundesgeschäftsführer der Verbraucher Initiative, anlässlich des Aktionstags „Pflegende Angehörige“ am 8. September. Die verschiedenen Angebote würden aber bislang nur von einem kleinen Teil der Angehörigen genutzt.

Im folgenden ein kurzer Überblick über die Möglichkeiten zur Entlastung: Vor allem für berufstätige Angehörige ist die Tagespflege eine Hilfe. Die Pflegebedürftigen werden dabei tagsüber in einer Einrichtung betreut. Dabei gibt es auch therapeutische Angebote. Meist werden die Senioren zu Hause abgeholt und wieder nach Hause gebracht. Sind Pflegebedürftige besonders nachts aktiv, ist die Nachtpflege eine Alternative. Dadurch können Angehörige durchschlafen und sich besser erholen. Sowohl die Tages- als auch die Nachtpflege werden von den Pflegekassen, Ländern und Kommunen gefördert. Während des Urlaubs, bei Krankheit oder beruflichen Verpflichtungen können Angehörige Verhinderungspflege in Anspruch nehmen. „Sie wird durch eine professionelle Pflegekraft oder eine andere private Pflegeperson für die Dauer von bis zu vier Wochen geleistet“, sagt Abel. Eine Alternative ist die Kurzzeitpflege, bei der die Senioren für ebenfalls maximal vier Wochen komplett in einem Pflegeheim betreut werden. Beide Angebote werden von den Pflegekassen jeweils mit bis zu 1550 Euro pro Jahr bezuschusst. (tmn)

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