Studie enthüllt

Erhöhtes Hautkrebsrisiko für Piloten

Berlin - Piloten und Bordpersonal sind laut einer Studie durch ihre Berufstätigkeit einem deutlich erhöhten Hautkrebsrisiko ausgesetzt.

Die Auswertung von 19 Einzelstudien mit Einbeziehung von 226.000 Personen habe ergeben, dass das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, bei Piloten und Flugbegleitern gegenüber der Gesamtgesellschaft mehr als doppelt so hoch ausfalle, heißt es in einer am Mittwoch von der Fachzeitschrift "Journal of the American Medical Association Dermatology" veröffentlichten Vergleichsstudie. Ultraviolette Strahlen (UV-Strahlen) treten demnach in einem größeren Umfang in die Flugzeuge ein als bislang bekannt.

UV-Strahlen gelangen nicht nur über die direkte Bestrahlung durch die Sonne in die Flugzeuge, sondern auch durch die Reflexionswirkung von Wolken. Rund 85 Prozent der schädlichen Strahlen könnten von dichten Wolkendecken nach oben reflektiert werden, heißt es in der Studie. Die Strahlenbelastung der Piloten liegt mit einem Faktor von gut 2,2 noch höher als die des Flugpersonals (knapp 2,1).

In den USA wurden 2014 insgesamt 76.000 Fälle von Hautkrebs diagnostiziert. Nach den Erfahrungswerten muss damit gerechnet werden, dass gut 9700 der Betroffenen an der Erkrankung sterben.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.