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Astrazeneca und Johnson & Johnson: EMA warnt vor Impf-Nebenwirkungen

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Von: Yasina Hipp

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Corona-Umfrage mit überraschendem Ergebnis: 57 Prozent der Deutschen sind für eine Corona-Impfpflicht. (Symbolbild)
Die EMA weist auf ernste Impf-Nebenwirkungen bei Astrazeneca und J&J hin. © Fabian Strauch/dpa

Eine Corona-Impfung geht meist mit harmlosen Nebenwirkungen einher. Die EMA meldet jetzt Effekte bei Astrazeneca und Johnson & Johnson.

Amsterdam - Impfen, impfen und nochmals impfen: Das ist gerade das Motto von Wissenschaftlern und der Politik, um die Ausbreitung des Coronavirus* und vor allem auch der Virus-Variante Omikron abzubremsen. Zwischenzeitlich ist eine ganze Reihe an Impfstoffen von den verschiedensten Herstellern auf dem Markt, auch neue werden zugelassen.*

In Deutschland werden derzeit hauptsächlich die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna verimpft. Bei einer Impfung ist zumindest mit leichten Reaktionen des Körpers zu rechnen*, die von Schmerzen an der Einstichstelle bis hin zu Abgeschlagenheit und leichtem Fieber reichen können. Wesentlich deutlichere Nebenwirkungen hat nun die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) verkündet. Sie tritt bei zwei Impfstoffen auf.

Corona-Impfung mit Astrazeneca und Johnson & Johnson: Transverse Myelitis (TM) möglich

In ihrem aktuellsten Newsletter veröffentlicht die EMA einen Warnhinweis, bezogen auf die Impfstoffe Vaxzevria von AstraZeneca* und dem Impfstoff von Johnson & Johnson*. Nach der Impfung mit den beiden Vakzinen wurden der Behörde Fälle von transverser Myelitis (TM) gemeldet.

Transverse Myelitis (TM) ist eine seltene neurologische Erkrankung. Bei Betroffenen kommt es zu einer Entzündung einer oder beider Seiten des Rückenmarks. Laut EMA könne TM „Schwäche in den Armen oder Beinen, sensorische Symptome (wie Kribbeln, Taubheit, Schmerzen oder Verlust des Schmerzempfindens) oder Probleme mit der Blasen- oder Darmfunktion“ verursachen.

Impf-Nebenwirkungen. EMA bezeichnet Kausalzusammenhang als „begründete Möglichkeit“

Die Experten sagen über einen „Kausalzusammenhang zwischen diesen beiden Impfstoffen und transverser Myelitis“, dass dies eine „begründete Möglichkeit“ sei. Die aufgetretenen Fälle seien zwar sehr selten, dennoch sollten Ärztinnen und Ärzte auf mögliche Anzeichen und Symptome von TM achten. So sei dann eine frühzeitige Diagnose und Behandlung möglich. Außerdem appelliert die EMA an Personen, die einen der beiden Impfstoffe erhalten haben und Symptome bemerken, einen Arzt aufzusuchen.

Corona-Impfstoffe wie Astrazeneca trotz Nebenwirkungen sicher

Der verwendete Botenstoff in den Vektor-Impfstoffen Vaxzevria und Johnson&Johnson kann in äußerst seltenen Fällen auch Blutgerinnsel und unter anderem Hirnvenenthrombosen* verursachen. Beide Impfstoffe gelten aber als sicher und werden auch weiterhin von Experten, beispielsweise der EMA oder des Paul-Ehrlich-Instituts, empfohlen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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